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Bundesbankpräsident warnt Deutsche vor Verschuldung

 

Bundesbankpräsident Jens Weidmann warnt die Deutschen davor, sich bei Investitionsentscheidungen auf dauerhaft niedrige Zinsen zu verlassen. "Die gegenwärtige Niedrigzinsphase darf kein Dauerzustand sein, und darauf sollte sich auch niemand verlassen", sagte Weidmann der "Bild am Sonntag". "Das sollten auch all jene bedenken, die sich jetzt verschulden. Die Grenzen der eigenen Belastbarkeit sollte man nicht an den aktuell sehr niedrigen Zinsen, sondern an langfristig normalen Zinssätzen bemessen."

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Leitzins Anfang Mai auf den historischen Tiefstand von 0,50 Prozent abgesenkt. Angesichts schwacher Aussichten für den Arbeitsmarkt und für die Wirtschaft in etlichen Euro-Staaten war in den vergangenen Wochen der Druck auf die Währungshüter gewachsen, den Leitzins weiter zu senken. Durch die Absenkung der Zinsrate ist die Aufnahme von Krediten beispiellos günstig, während Anleger kaum noch Zinsen für ihr Geld bekommen.