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Bundesbank: Inflationserwartungen der Haushalte in Deutschland bleiben hoch

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Inflationserwartungen privater Haushalte in Deutschland sind laut einer Umfrage der Deutschen Bundesbank auch im Oktober hoch geblieben. Für die nächsten zwölf Monate rechnen die Verbraucher im Mittel mit einer Inflationsrate von 8,2 Prozent, wie Angaben auf der Internetseite der Bundesbank zu entnehmen ist. Dies entspricht dem Wert vom Vormonat und ist ein Rekordhoch seit Erhebungsbeginn im Jahr 2019. Die im Durchschnitt der nächsten fünf Jahre erwartete Inflation stieg leicht auf 6,0 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den Euroraum mittelfristig eine Teuerung von zwei Prozent an. Tatsächlich betrug die Inflation im Oktober 10,7 Prozent. Das ist ein Rekordwert seit Einführung des Euro. Die EZB hat ihre Leitzinsen seit Sommer um insgesamt zwei Prozentpunkte erhöht. Die Straffung folgt auf eine Phase des Zögerns, da die Notenbank den Teuerungsschub lange als übergangsweise Angelegenheit bewertet hatte.

Die feste Verankerung der Inflationserwartungen gilt als wichtiges Ziel der Geldpolitik, die vor allem über die Steuerung von Erwartungen funktioniert. Lösen sich die Erwartungen aus ihrer Verankerung, drohen hohe Lohnforderungen, die wiederum Unternehmen zu Preiserhöhungen veranlassen können. Ökonomen sprechen von einer Lohn-Preis-Spirale.