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Bundesärztekammer fordert zentrale Erfassung von Schnelltest-Ergebnissen

·Lesedauer: 2 Min.
Probenentnahme in Schnelltestzentrum

Die Bundesärztekammer fordert eine zentrale Erfassung der Ergebnisse von Corona-Schnelltests durch das Robert-Koch-Institut. "Mit der wachsenden Bedeutung der Antigen-Schnelltests in Deutschland sollten die Ergebnisse dieser Testverfahren detailliert ausgewertet werden", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Unkomplizierte digitale Meldeverfahren und eine zentrale Erfassung der Testergebnisse durch das RKI würden das Dunkelfeld nicht registrierter Infektionen aufhellen und ein umfassenderes Lagebild der Pandemie in Deutschland ermöglichen.

Die so gewonnenen Daten könnten wichtige Erkenntnisse über den Nutzen und die Einsatzszenarien der Schnelltests verschaffen, sagte Reinhardt. Interessant sei etwa, wie häufig die Tests angewendet werden, wo Kapazitäten ausgeweitet werden müssen und wie hoch die Positivraten in den einzelnen Einsatzbereichen sind. "Genau solche Informationen brauchen wir, um schrittweise in ein normales Leben zurückzukehren", sagte der Ärztepräsident.

Bislang werden in Deutschland nur die Ergebnisse der laborgebundenen PCR-Tests an das RKI gemeldet. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, dass ab 1. März alle Bürgerinnen und Bürger etwa in einem Testzentrum oder einer Apotheke kostenlos einen Corona-Schnelltest vornehmen lassen könnten. Das Corona-Kabinett der Bundesregierung lehnte dieses Startdatum jedoch ab.

Das Thema soll nun bei den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch besprochen werden. Die kostenlosen Schnelltests könnten dann am 8. März starten.

Seit einigen Tagen sind in Deutschland auch Corona- Selbsttests für den Hausgebrauch zugelassen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) fordert, dass diese nicht für Sonderrechte genutzt werden können. "Damit Tests perspektivisch auch einen Zugang zu Einrichtungen und Angeboten ermöglichen können, müssen sie von Dritten beaufsichtigt und bestätigt werden", sagte er der "Welt am Sonntag".

Negative Testergebnisse müssten bescheinigt werden, sagte Weil - "zunächst in einer Mail oder auf Papier, später dann hoffentlich in einer App, am besten in der Corona-Warn-App".

Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält Selbsttests unter Aufsicht in Schulen und Betrieben für denkbar. Vor Restaurants oder Geschäften sei dies aber unrealistisch: "Wer soll dort die korrekte Durchführung kontrollieren? Der Kellner, die Boutiquebesitzerin?", sagte Lauterbach der "Welt am Sonntag".

Sinnvoller sei es, die Bürger am Anfang zweimal die Woche unter Aufsicht in einem Testzentrum, in der Apotheke oder im Betrieb testen zu lassen. Die Einrichtungen müssten dann dazu verpflichtet werden, im Falle einer Infektion das Gesundheitsamt zu informieren, sagte Lauterbach. Ein negatives Testergebnis könne indes als Eintrittskarte für Geschäfte für den Tag der Testung genutzt werden.

cne/jp