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Bund der Steuerzahler fordert Steuersenkung auf Heizstoffe

BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts der hohen Energiepreise fordert der Bund der Steuerzahler eine Senkung der Steuern auf Strom und Heizstoffe. Zudem müsse die kalte Progression in der Einkommensteuer komplett abgebaut werden, erklärte Verbandspräsident Reiner Holznagel. So bezeichnet man eine Art schleichende Steuererhöhung, wenn zum Beispiel eine Gehaltserhöhung komplett durch die Inflation aufgefressen wird, aber dennoch zu einer höheren Besteuerung führt.

Laut Steuerzahlerbund arbeiten die Steuerzahler rein rechnerisch erst seit Mittwoch vollständig in die eigene Tasche. Theoretisch gehe die bisherige Arbeitsleistung des Jahres 2022 komplett für Steuern und Sozialabgaben drauf. Bei seinen Prognosen stützt sich der Steuerzahlerbund auf repräsentative Haushaltsumfragen des Statistischen Bundesamtes. Trotzdem sind sie umstritten: Kritiker weisen darauf hin, dass Arbeitnehmer von gezahlten Steuern und Sozialabgaben auch selbst stark profitieren.

"Selbstverständlich haben sie in der ersten Jahreshälfte nicht umsonst gearbeitet", betonte Holznagel. Aus Steuern, Abgaben und Zwangsbeiträgen würden wichtige staatliche Leistungen finanziert. Doch die Belastung eines durchschnittlichen Arbeitnehmer-Haushalts liege inzwischen bei 53 Prozent. Von jedem verdienten Euro gingen also 53 Cent an den Staat, und nur 47 Cent blieben zur freien Verfügung. Es müsse diskutiert werden, ob das gerechtfertigt sei. "Hier sehen wir viel Potenzial, um die Einkommensbelastung zu senken, damit die Menschen mehr Geld zur freien Verfügung haben."

Finanzminister Christian Lindner betonte, die Bundesregierung müsse Spielraum für Entlastungen erarbeiten. Auch 2023 dürfe der Staat nicht von der hohen Inflation profitieren, schrieb der FDP-Politiker auf Twitter.

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