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Bund lässt Siltronic-Frist wohl ablaufen, verhindert Deal

·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die Bundesregierung wird offenbar eine sich nähernde Frist für die Genehmigung der 4,4 Milliarden Euro teuren Übernahme der Siltronic AG durch GlobalWafers Co. verstreichen lassen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Das würde das geplante Geschäft zum Scheitern bringen.

Das Wirtschaftsministerium prüft das Angebot des taiwanesischen Unternehmens für den Waferhersteller seit mehr als einem Jahr und bleibe generell skeptisch, sagten die Personen, die nicht namentlich genannt werden wollten. Die First für die sogenannte außenwirtschaftsrechtliche Unbedenklichkeitsbescheinigung läuft am Montag ab.

Die Bundesregierung hat bereits im Jahr 2020 die Regeln für ausländische Übernahmen verschärft, um kritische Infrastruktur und Branchen zu schützen. Der Zusammenschluss ist heikel, weil Wafer der wichtigste Bestandteil von Halbleitern sind und wegen der politischen Spannungen zwischen Europa, China und Taiwan. Die Halbleiterknappheit und ihre Folgen für die deutsche Industrie dürfte zusätzliche Bedenken gegenüber dem Verkauf ins Ausland geweckt haben.

Sprecher von GlobalWafers und Siltronic lehnten eine Stellungnahme ab. Die Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums, Beate Baron, sagte, die Überprüfung sei noch nicht abgeschlossen und wollte das mögliche Ergebnis nicht kommentieren.

Siltronic fielen auf Xetra untertägig um bis zu 5,4% und gingen schließlich 1,6% leichter bei 113,95 Euro aus dem Handel, dem niedrigsten Schlusskurs seit Ende November 2020, kurz bevor die Übernahme angekündigt wurde. GlobalWafers will 145 Euro je Aktie zahlen.

Das Okay der Bundesregierung ist die letzte Hürde, die der Deal noch nehmen muss. China hat die Übernahme letzte Woche mit Auflagen kartellrechtlich genehmigt.

Es sei unwahrscheinlich, dass das Wirtschaftsministerium die Übernahme explizit ablehnen wird, sagten zwei der Personen. Sollte die Genehmigung jedoch nicht fristgerecht erfolgen, wäre ein Zusammenschluss praktisch unmöglich.

Das Fehlen einer formellen Ablehnung hat zur Folge, dass die Regierung nicht darlegt, unter welchen Bedingungen sie ein Geschäft genehmigen würde. GlobalWafers und Siltronic haben bereits eine Reihe von möglichen Konzessionen angeboten, um Sicherheitsbedenken zu zerstreuen.

Überschrift des Artikels im Original:

Germany Said to Let Siltronic Deadline Lapse, Derailing Takeover

(Neu: Schlusskurs)

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