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Bund bereit, sich an Unternehmen zu beteiligen als Corona-Hilfe

Iain Rogers
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat sich dafür ausgesprochen, dass der Staat möglicherweise Beteiligungen an Unternehmen ersteht, um so deren Kapital aufzustocken. Eine solche Maßnahme könnte den Konzernen dabei helfen, die Auswirkungen der Corona-Krise etwas abzufedern.

Deutschland hat bereits zugesagt, über die staatliche Entwicklungsbank KfW bis zu 550 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, doch die Regierung ist laut Scholz bereit, noch weiter zu gehen. Bei Bedarf könnten Beteiligungen über den Fonds gekauft werden, der vor einem Jahrzehnt zur Bewältigung der Finanzkrise aufgesetzt wurde, sagte er.

“Wir haben so was Ähnliches ja schon während der letzten Finanzkrise 2008/2009 gemacht, allerdings auf einen anderen Sektor, nämlich die Banken bezogen, und es kann schon sein, dass Unternehmen jetzt plötzlich Liquiditätsmängel haben”, sagte Scholz im Interview mit dem Deutschlandfunk am Freitag. “Die versuchen wir, mit unseren Kreditprogrammen zu begleiten, so dass das nicht sofort ein Problem wird. Aber irgendwann wird wahrscheinlich Eigenkapital fällig und dann sind wir bereit, mit dem Finanzmarkt-Stabilisierungsfonds, den wir vor über zehn Jahren eingesetzt haben, wieder unseren Beitrag zu leisten, so dass Eigenkapital jetzt aber in dem Fall für die Realwirtschaft zur Verfügung steht”.

Bereits in der vergangenen Woche war aus informierten Kreisen verlautet, dass die Bundesregierung eine Beteiligung an der Deutschen Lufthansa AG erwerben könnte. Damit soll die Fluggesellschaft, die am Donnerstag angekündigt hat, 95% ihrer Flüge zu stoppen, während der aktuellen Notsituation unterstützt werden.

Überschrift des Artikels im Original:Germany Prepared to Buy Company Stakes to Offset Virus Impact

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