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Warum der Bullenmarkt weiter ansteigt

·Lesedauer: 3 Min.
wachsender Chart Wachstumsaktien Krise Aktien DAX Inflation
wachsender Chart Wachstumsaktien Krise Aktien DAX Inflation

Die Langlebigkeit des aktuellen Bullenmarktes bei Aktien ist beeindruckend. Wenn du die steile, aber kurze Baisse im März 2020 nicht mitzählst, sind die Aktien seit März 2009 gestiegen. Das ist eine noch nie dagewesene lange Hausse: 12 Jahre, um genau zu sein.

Du könntest sagen, dass es willkürlich ist, den Absturz vom März 2020 auszuklammern, aber die Aktien fielen damals nur etwa einen Monat lang. Ein Wimpernschlag auf dem Bildschirm. Wir haben es hier also mit einem 12-jährigen Aufwärtstrend zu tun, mit einer sehr starken Unterbrechung dazwischen.

Aus diesem Grund wird schon seit vielen Monaten eine Korrektur erwartet. Schon kurz nachdem sich die Aktien auf den Stand von Februar 2020 erholt hatten, hieß es, dass ein weiterer Crash fällig sei. Heute sind die Rufe lauter denn je. Auf Twitter wird unentwegt von „Schiller-Kurs-Gewinn-Verhältnissen“ und anderen bärischen Signalen gesprochen, und auch in den Finanzmedien ist es nicht anders. Doch trotz all dieses Geredes steigen die Aktien immer weiter an. In diesem Artikel werde ich untersuchen, warum das so ist.

Tech-Aktien liefern solide Gewinne

Einer der Gründe, warum die Aktien weiter steigen, ist die Tatsache, dass die Tech-Aktien, die einen großen Teil der Indizes ausmachen, im dritten Quartal solide Gewinne erwirtschaftet haben. Meta Platforms erzielte ein leichtes Plus, Apple verfehlte das Ergebnis nur knapp und Microsoft schlug massiv zu. Obwohl die Gewinne im dritten Quartal nicht ganz so gut waren wie im zweiten Quartal, waren sie doch ziemlich gut. Und die Anleger haben diese Aktien daraufhin hochgekauft.

Nimm zum Beispiel Shopify (WKN:A14TJP). Die Anleger scheinen mit Verzögerung auf die Ergebnisse des dritten Quartals reagiert zu haben. Zunächst wurde die Aktie verkauft, weil der bereinigte Gewinn je Aktie nicht erreicht wurde. Später begann sie wieder zu steigen. Vielleicht haben die Anleger erkannt, dass ein Wachstum von 46 % nach dem besten Jahr gar nicht so schlecht ist. Vielleicht haben sie auch erkannt, dass ein GAAP-Gewinn von 9 US-Dollar ein unglaubliches Ergebnis ist. Was auch immer der Fall sein mag, die Anleger wurden nach einer kurzen Verkaufswelle nach den Ergebnissen wieder optimistisch bei Shopify. Wenn das vierte Quartal solide ausfällt, wird die Aktie wahrscheinlich bis weit ins Jahr 2022 hinein steigen.

Die Zinsen sind immer noch niedrig

Ein weiterer Faktor, der die Aktien hoch treiben könnte, sind die Zinssätze.

Seit Monaten wird spekuliert, dass die Federal Reserve und Bank of Canada die Zinsen bald anheben werden. Das könnte Anfang nächsten Jahres der Fall sein, aber um ehrlich zu sein, sind die Zinssätze immer noch historisch niedrig.

Der Tagesgeldsatz der Bank of Canada liegt immer noch bei 0,25 %, und in den Vereinigten Staaten sieht es ähnlich aus. Bei solchen Zinsen sind Aktien attraktiver als Anleihen und Unternehmen können sich günstig verschulden. Niedrige Zinssätze gehen also in der Regel mit einer guten Performance der Aktien einher. Übrigens: Die Zinserhöhungen, über die alle spekulieren, betragen nur 0,5 %. Es gibt also keinen Grund, sich Sorgen zu machen.

Foolishes Fazit

Das Fazit der heutigen Börse ist folgendes:

Die Aktien steigen, weil es den Unternehmen gut geht und weil Anleihen immer noch nicht sehr attraktiv sind. Solange diese beiden Fakten zutreffen, werden die Aktien wahrscheinlich weiter steigen.

Der Artikel Warum der Bullenmarkt weiter ansteigt ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Dieser Artikel gibt die Meinung des Verfassers wieder, die möglicherweise nicht mit der "offiziellen" Empfehlungsposition eines Premiumdienstes oder Beraters von The Motley Fool übereinstimmt. Das Hinterfragen einer Investitionsthese - selbst einer unserer eigenen - hilft uns allen, kritisch über Investitionen nachzudenken und Entscheidungen zu treffen, die uns helfen, klüger, glücklicher und reicher zu werden. Deshalb veröffentlichen wir manchmal Artikel, die nicht mit Empfehlungen, Rankings oder anderen Inhalten übereinstimmen.

Randi Zuckerberg, ehemalige Direktorin für Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook und Schwester von Meta Platforms CEO Mark Zuckerberg, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Teresa Kersten, eine Mitarbeiterin von LinkedIn, einer Microsoft-Tochter, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Fool-Mitarbeiter Andrew Button besitzt Aktien von Meta Platforms, Inc.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Shopify. The Motley Fool empfiehlt Apple, Meta Platforms, Inc., Microsoft und Twitter.

Dieser Artikel wurde von Andrew Button auf Englisch verfasst und am 13.11.2021 auf Fool.ca veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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