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Erst Historisches, dann Abstellgleis?

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Erst Historisches, dann Abstellgleis?
Erst Historisches, dann Abstellgleis?

Erst am vergangenen Wochenende tauchte Equanimeous St. Brown wieder auf der großen NFL-Bühne auf.

Der deutsche Receiver sorgte gemeinsam mit seinem Bruder Amon-Ra für ein historisches Bruderduell. „EQ“ stand bei den Green Bay Packers auf dem Rasen und bezwang die Detroit Lions mit Bruder Amon-Ra deutlich mit 35:17. (DATEN: Alle Tabellen der NFL)

Vor 70.000 begeisterten Fans im verregneten Lambeau Field trafen sich die beiden Receiver dann sogar auf dem Feld.

„Er war beim Kickkoff, ich war im Kickoff-Return“, erzählte Amon-Ra St. Brown im Gespräch mit der dpa von dem Moment, in dem sich ihre Wege auf dem Feld kreuzten. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NFL)

St. Brown ohne Zukunft bei Packers?

Die Eltern, John und Miriam, verfolgten das Spiel auf der Tribüne. „Sie haben geteilte Trikots getragen“, sagte Equanimeous St. Brown. „Sie haben zwei durchgeschnitten und sie dann wieder zusammengenäht.“ Die Mutter präsentierte auf der Vorderseite die Packers und auf der Rückseite die Lions, beim Vater war es umgekehrt.

Auf dem Feld tauschten die beiden Geschwister ihre Jerseys. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NFL)

Doch nun droht Equanimeous wieder aus dem Scheinwerferlicht zu verschwinden.

„Ich weiß nicht, wie es in den kommenden Wochen aussehen wird“, sagte der 24-Jährige dem SID. Footballer St. Brown ist praktisch NFL-Profi auf Abruf, er steht im Practice Squad der Green Bay Packers und muss hoffen, dass er befördert wird.

St. Brown bereits ein mal bei Packers entlassen

Gegen die Lions passierte dies wenige Stunden vor dem Anpfiff - die Regel ist dies jedoch bei den Ersatzleuten nicht. Maximal zweimal ist eine Beförderung möglich, wird er danach nicht dauerhaft in das 53er-Aufgebot berufen, droht ein Klubwechsel.

Die Ersatzleute trainieren häufig unter der Woche fernab des großen Rummels und schauen die Spiele ihrer Teams maximal von der Tribüne aus.

„Anfangs war das nicht einfach“, sagt St. Brown offen zur Situation. Es ist auch deshalb hart für den Ballfänger, weil er seit 2018 durchgehend zum festen Kader der Packers gehörte.

Vor dieser Saison wurde er dann aber von den Cheeseheads entlassen und wenig später für das Practice Squad zurückgeholt.

Dabei hat der Receiver trotz des schweren Sommers keine Motivationsprobleme.

St. Brown: „Ich muss bereit sein“

„Ich muss bereit sein, wenn sie meine Nummer aufrufen“, sagte er. Trotz der Rückstufung sei die tägliche Arbeit nicht anders als sonst. „Wenn du im Practice Squad bist, machst du alles, außer bei den Spielen zu spielen. Man fühlt sich als Teil des Teams.“

Dabei zieht St. Brown nun auch neuen Antrieb aus dem Duell gegen Bruder Amon-Ra. Das Spiel sei „cool“ gewesen, und „sehr speziell, denn so etwas hat es zuvor noch nie gegeben, obwohl wir im Football so eng verknüpft sind“, so St. Brown.

In den kommenden Wochen will er dann diese Motivation nutzen, um bei den Packers neu anzugreifen.

Oder geht es doch bei einem anderen Team weiter?

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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