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Britische Zentralbank weitet Anleihenkäufe um 100 Milliarden Pfund aus

Die Bank of England

Zur Stützung der Wirtschaft weitet die britische Zentralbank ihre Anleihenkäufe noch einmal massiv aus. Sie stockte ihr Pandemie-Notfallprogramm am Donnerstag um 100 Milliarden Pfund (112 Milliarden Euro) auf. Den Leitzins beließ die Bank of England beim Rekordtiefstand von 0,1 Prozent.

Die britische Wirtschaft hat in der Corona-Krise schwer gelitten, das Bruttoinlandsprodukt brach im April um rund 20 Prozent ein. Im März hatte der Rückgang bereits sechs Prozent betragen. Allerdings zeigten die kürzlich veröffentlichten Wirtschaftsindikatoren, dass sich die Wirtschaft bereits wieder erhole, erklärte die Bank of England. So hätten die Verbraucher im Mai und im Juni wieder mehr ausgegeben. Auf dem Arbeitsmarkt allerdings sieht es düster aus.

Die Zentralbank hatte bereits im März 200 Milliarden Pfund im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise eingesetzt. Insgesamt summieren sich die Anleihenkaufprogramme der Bank of England - aufgelegt gegen die Finanzkrise, die Folgen des Brexit und der Corona-Pandemie - auf mittlerweile 745 Milliarden Euro.

Auch die Europäische Zentralbank hatte ihr Anleihenkaufprogramm Anfang Juni massiv ausgeweitet. Das bereits 750 Milliarden Euro umfassende Pandemie-Notfallankaufprogramm wurde um 600 Milliarden Euro aufgestockt und bis Ende Juni 2021 verlängert.