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Britische Wirtschaft schrumpft im ersten Quartal um zwei Prozent

Der Einbruch ab April dürfte noch härter sein

Die britische Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise um zwei Prozent im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft. Das sei der stärkste Rückgang seit Ende 2008 in der Finanz- und Wirtschaftskrise, teilte am Mittwoch das britische Statistikamt mit. Im zweiten Quartal dürfte der Einbruch aber noch viel stärker sein: Großbritannien hatte erst am 23. März Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verhängt.

In Italien und Frankreich etwa, die deutlich früher drastische Beschränkungen einführten, fiel die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal sehr viel stärker: In Italien ging es im ersten Quartal um 4,7 Prozent bergab, in Frankreich um 5,8 Prozent. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden veröffentlicht Zahlen zum deutschen Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal am Freitag - Wirtschaftsforscher erwarten einen Rückgang um 2,4 Prozent.

Großbritannien ist derzeit in Europa das am härtesten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Bislang wurden dort mehr als 32.000 Todesfälle registriert. Die britische Zentralbank hat bereits vor einem Minus von 14 Prozent für das Gesamtjahr gewarnt.