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Britische Tourismusbranche dringt auf mehr 'grüne' Reiseländer

·Lesedauer: 1 Min.

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Tourismusindustrie dringt auf weitere Corona-Lockerungen bei Einreisen nach Großbritannien. Ausländische Geschäftsreisende und Touristen, die am größten Flughafen London-Heathrow ankommen, gäben normalerweise rund 16 Milliarden Pfund (18,62 Mrd Euro) im Land aus und stützten damit Tausende Unternehmen, hat die Wirtschaftsberatung CEBR errechnet. Allein 3,74 Milliarden Pfund stammten von US-Amerikanern.

Bisher erlaubt die britische Regierung aber nur aus wenigen, sogenannten grünen Ländern eine quarantänefreie Einreise. Deutschland und die USA gehören bisher nicht dazu, sondern stehen auf einer "orangen Liste". Wer aus diesen Ländern ankommt, muss für zehn Tage in Selbstisolation und auf eigene Kosten zwei Corona-Tests machen. Die Regierung will ihre Liste am 7. Juni überprüfen.

Die Branche fürchtet, dass Touristen aus den USA nun Länder wie Frankreich und Italien vorziehen könnten. "Diese Studie zeigt, wie viele Unternehmen in Großbritannien aufgrund der Beschränkungen der Regierung den Zugang zu Besuchern und Märkten in Übersee verlieren", sagte Heathrow-Chef John Holland-Kaye. "Die Regierung verfügt über die Mittel, um sowohl die öffentliche Gesundheit als auch die Wirtschaft zu schützen." Das Kabinett müsse zwingend am 7. Juni mehr Ziele in Europa als auch die USA von Restriktionen ausnehmen.

Der Flughafen Heathrow stellt vom 1. Juni an eines seiner Terminals allein für Ankünfte aus "roten Ländern" bereit. Das sind Staaten, die von Großbritannien als erhebliche Risikogebiete eingestuft sind, etwa Indien oder die Türkei. Wer von dort in Großbritannien ankommt, muss auf eigene Kosten für zehn Tage in Hotel-Quarantäne. Beobachter kritisieren, dass Ankommende aus "grünen", "orangen" und "roten Ländern" bei der Passkontrolle gemischt durcheinander anstehen.

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