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Britische Labour-Partei streitet nach Wahlverlusten um politische Richtung

·Lesedauer: 1 Min.
Keir Starmer

In der britischen Labour-Partei drohen nach dem schlechten Abschneiden bei den Kommunal- und Regionalwahlen politische Grabenkämpfe. Parteichef Keir Starmer entließ am Samstagabend seine Stellvertreterin Angela Rayner als Konsequenz aus dem Wahlergebnis. Unterstützer des früheren Parteivorsitzenden Jeremy Corbyn kritisierten Starmer offen.

Der Corbyn-Verbündete John McDonnell warf dem Parteichef in einem Interview mit dem Sender BBC vor, im Vorfeld der Wahl keine attraktive Politik gemacht zu haben. "Man kann Kandidaten nicht so nackt ins Feld schicken, ohne jegliche politische Agenda", sagte er. Die Abgeordnete Diane Abbott sagte dem Sender Sky News: "Ich denke, Angela Rayner zu entlassen, war nicht vorausschauend."

Ian Stewart, in Starmers Schattenkabinettzuständig für Schottland, sagte dem Sender Sky News hingegen, der Parteichef "braucht Zeit", um das Ruder herumzureißen. Medienberichten zufolge plant Starmer neben Rayners Entlassung eine Umbildung seines Schattenkabinetts.

Starmer hatte bei seiner Wahl zum Parteivorsitzenden vor einem Jahr versprochen, Labour wieder aufzubauen und den Draht zu den traditionellen Wählern wieder herzustellen. Mit den jüngsten Wahlergebnissen habe er "spektakulär versagt", befand die Zeitung "The Times".

Die wichtigste Oppositionspartei des Vereinigten Königreichs hatte bei der Wahl am Donnerstag eine schwere Niederlage einfahren müssen. Die konservativen Tories schnitten stark ab und schlugen die linksgerichtete Labour-Partei in mehreren ihrer Hochburgen, darunter im Wahlkreis Hartlepool im Nordosten Englands.

Labour blieb zwar stärkste Kraft im Regionalparlament von Wales und gewann mehrere wichtige Bürgermeisterwahlen, unter anderem in Liverpool und London. Starmer zeigte sich dennoch "bitter enttäuscht" von dem Wahlergebnis.

noe/gt

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