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Britische Fleischindustrie nach Brexit mit Nachwuchssorgen

·Lesedauer: 1 Min.

LONDON (dpa-AFX) - Nach dem Brexit kämpft die britische Fleischbranche mit Nachwuchssorgen. "Es gibt nicht genug Briten, die in Fleischfabriken arbeiten", sagte der Chef des Verbands der Fleischproduzenten, Nick Allen. Ausgeglichen werden müsse dies von Arbeitern aus Übersee. Bisher kamen 50 bis 80 Prozent der Arbeiter aus der EU - doch seit dem EU-Austritt Großbritanniens hat die Zahl der ausländischen Kräfte stark abgenommen.

Allen betonte, der Brexit hinterlasse eine große Lücke in der Produktionskapazität der fleischverarbeitenden Industrie. Derzeit seien etwa fünf bis zehn Prozent der Jobs unbesetzt, sagte eine Verbandssprecherin auf Anfrage. Rund die Hälfte davon entfalle auf ausgebildete Metzger.

"Obwohl einige Unternehmen fast das Doppelte des üblichen Stundenlohns für Auszubildende zahlen, fällt es ihnen immer noch schwer, Briten für diese Positionen zu gewinnen", sagte die Sprecherin. "Es gibt also einerseits einen Mangel an Berufseinsteigern, und andererseits wurde die Möglichkeit, ungelernte Arbeiter wie Fachkräfte aus der EU einzustellen, durch die neuen Einwanderungsbestimmungen erheblich eingeschränkt." Weniger Arbeitskräfte bedeuteten, dass manche Unternehmen ihre Fabriken einmotten und ihr Angebot verringern müssen.

Der Verband warf der Regierung vor, die Lage noch zu erschweren. So seien Metzger und andere Jobs der fleischverarbeitenden Industrie nicht auf die Liste der Mangelberufe für Facharbeiter gesetzt worden. Zudem verweigere die Regierung finanzielle Unterstützung für Umschulungen. "Dies stellt ein Hindernis für die Umschulung arbeitsloser britischer Arbeitnehmer zu einheimischen Metzgern und Fleischverarbeitern der Zukunft dar", betonte Verbandschef Allen.