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Brisanter Geld-Zoff um Wunderkind

Brisanter Geld-Zoff um Wunderkind
Brisanter Geld-Zoff um Wunderkind

Victor Wembanyama: Dieser Name sorgt unter Basketball-Kennern längst für Aufruhr - und seine mit Spannung erwartete Ankunft in der NBA wird ihn nochmal massiv vergrößern.

„Der Hype ist natürlich extrem groß. Er ist ein absolutes Ausnahmetalent“, sagte der Deutsche Maxi Kleber von den Dallas Mavericks bei SPORT1 über den Franzosen.

Vor der Saison wurden bereits Befürchtungen laut, dass so viele Teams wie noch nie absichtlich verlieren könnten, um im Draft 2023 bessere Chancen auf das 2,19 Meter große Wunderkind aus Frankreich zu haben. (BERICHT: Macht dieses Talent die NBA zur Farce?)

TV-Rechte zum Schnäppchenpreis

Um die Euphorie um den prognostizierten Nummer-1-Pick im kommenden Draft weiter anzuheizen, hatte sich die NBA bereits im Oktober die TV-Rechte an der französischen Liga gesichert. Die beste Basketballliga der Welt zeigt sämtliche Spiele des 18-Jährigen und seines Klubs Metropolitans 92 in Frankreichs Top-Liga live und umsonst in ihrer App - in allen Ländern außer Wembanyamas Heimat.

Nun ist bekannt geworden, zu welchem Schnäppchenpreis sich die Verantwortlichen um Commissioner Adam Silver die Rechte gesichert haben. Gerade einmal 133.000 Euro musste die Milliarden-Liga NBA zahlen. (NEWS: NBA zeigt alle Spiele von Supertalent)

Dies wurde kürzlich von der französischen Nachrichtenagentur AFP berichtet - und sorgt für mächtig Stunk.

Wembanyama-Klub will Anteil der Vermarktungsgelder

„Diese Summe scheint im Vergleich zum Budget der NBA lächerlich gering zu sein“, kommentierte Wembanyamas Verein Metropolitans 92 diesen Betrag auf Nachfrage von Le Parisien.

Des Weiteren berichtet die größte Pariser Tageszeitung, dass der Verein aus Levallois-Perret einen Großteil des Betrags für sich beansprucht. „Die Liga behauptet, die Rechte für die französische Meisterschaft zu verkaufen, aber wenn man genau hinschaut, kommuniziert die NBA nur über Victor (Wembanyama, Anm. d. Red.)“, begründete Alain Bouvard, Präsident der Mets, die Forderung. Will sagen: Nur Wembanyama ist der, um den es in dem Deal geht - also will sein Klub auch das ganze Geld haben. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)

Den Standpunkt der Liga, die Rechte der kompletten Meisterschaft verkauft zu haben, sieht Bouvard als Hohn. Zudem bemängelt der Verein, über die Verhandlungen nicht informiert worden zu sein: „Wir wollen einfach nur respektiert werden. Wir sind nicht die einzigen, die sich diese Frage stellen, auch andere Vereine sind daran interessiert. Deshalb haben wir eine Anfrage an den Vorstand der Liga gestellt“.

Der Antrag der Mets wurde bereits vom Liga-Vorstand Anfang November abgelehnt. „Die Mitglieder des Lenkungsausschusses beschließen einstimmig, diese finanzielle Gegenleistung nicht weiterzuverteilen“, begründete die Liga die Entscheidung und fügte hinzu: „Diese Summe fällt in den gemeinsamen Topf der LNB und ein Teil davon wird am Ende der Saison im Rahmen der Marketing- und TV-Rechte gleichmäßig an die Vereine verteilt.“

Metropolitans 92 prüfen Klage gegen Liga-Entscheid

Damit wollen sich die Mets nun aber nicht zufriedengeben und lassen die Möglichkeiten einer Klage prüfen. „Wir denken darüber nach, informieren uns und verweigern uns nichts. Aber wir werden dies nur tun, wenn es eine Chance auf Erfolg hat, auch wenn die Liga im Recht zu sein scheint“, rechtfertigte Bouvard das Vorgehen des Vereins.

Das letzte Wort im Geld-Zoff um das französische Ausnahmetalent ist also noch nicht gesprochen. Und es könnte nur ein Vorgeschmack auf das sein, was der Liga nach dem Draft 2023 blühen könnte.

NBA-Insider Adrian Wojnarowski hatte bereits im Oktober verraten, dass ihm ein Teampräsident unter der Hand erzählt habe, dass der Franzose den Wert der Franchise, die Wembanyama im Draft bekommt, um 500 Millionen Dollar steigern könnte.

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