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Nach dem Brexit: Londoner Finanzsektor fordert unkompliziertere Visa

·Lesedauer: 1 Min.

LONDON (dpa-AFX) - Die wirtschaftsstarke Londoner Finanzbranche hat unkompliziertere Kurzzeitvisa für Arbeitskräfte aus dem Ausland nach dem Brexit gefordert. "Um wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir die besten globalen Talente", sagte der Chef der Vereinigung TheCityUK, die die Interessen des Sektors vertritt, einer Mitteilung vom Donnerstag zufolge. Andernfalls sei es der Finanzbranche nicht mehr möglich, Innovationen voranzutreiben und Handelsbeziehungen auszubauen. "Großbritannien muss seinen Immigrationsprozess stärker modernisieren, Bürokratie abbauen und die Flexibilität und die Anpassung an Bedürfnisse der Wirtschaft erhöhen."

Mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU ist die Freizügigkeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beendet. Stattdessen sind aufwendige und teure Visa-Verfahren notwendig, die von Arbeitgebern für die jeweiligen Bewerber gesponsert werden müssen. Insbesondere für temporäre Arbeitsaufenthalte will die Branche unbürokratischere Lösungen. Außerdem spricht sich TheCityUK dafür aus, mittelgroße Unternehmen zu entlasten, sodass sie wie kleine Unternehmen weniger stark durch die Visa-Gebühren belastet werden.

Der britische Finanzsektor ist besonders stark international verflochten. Knapp 20 Prozent der Beschäftigten sind dem Verband zufolge aus dem Ausland, im Fintech-Sektor sogar mehr als 40 Prozent.

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