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Bremerhavener Lloyd-Werft geht in die Insolvenz

·Lesedauer: 1 Min.

BREMERHAVEN (dpa-AFX) - Im Gefolge der MV-Werften an der Ostsee hat auch die traditionsreiche Lloyd-Werft in Bremerhaven am Montag Insolvenz angemeldet. Das bestätigte das Amtsgericht Bremerhaven auf Anfrage. Vorher hatte das Regionalmagazin "Buten un binnen" darüber berichtet. Bei dem Bremerhavener Schiffbaubetrieb geht es um etwa 300 Arbeitsplätze.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Rechtsanwalt Per Hendrik Heerma eingesetzt. Er hatte diese Funktion auch bei der Elsflether Werft übernommen, die 2019 mit der Sanierung des Marineschulschiffs "Gorch Fock" gescheitert war.

Wie die MV-Werften in Mecklenburg-Vorpommern gehört auch die 1857 gegründete Lloyd-Werft dem asiatischen Genting-Konzern. Dessen Kreuzfahrtsparte ist wegen der Corona-Pandemie in Schieflage geraten. Den MV-Werften gelang es nicht, die Finanzierung des zu 75 Prozent fertigen und rund 1,5 Milliarden Euro teuren Neubaus des Kreuzfahrtschiffes "Global Dream" zu sichern. Verhandlungen von Genting und der Werft mit Bund und Land scheiterten. Offen ist, wie es mit den zuletzt rund 1900 MV-Mitarbeitern weitergeht.

An der Lloyd-Werft hat die Bremerhavener Stahl- und Schiffbaugruppe Rönner Interesse bekundet. Verkaufsgespräche brachten aber kein Ergebnis. Auch soll es ausländische Interessenten an Lloyd geben.

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