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Brauerei greift mit Maori-Namen daneben

·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.
Close up of glass of cold beer with dew and condensate water droplets on the surface of the glass
Sieht auch namenlos recht verlockend aus: Ein frisches Glas Pale Ale. (Symbolbild: Getty)

Eine kanadische Brauerei benannte ihr neuestes Pale Ale nach einem Maori-Begriff. Doch der hat eine etwas andere Bedeutung, als sie sich erhofft hatten.

Bevor man sich einen “exotisch” klingenden Produktnamen ausdenkt, sollte man sich vielleicht etwas genauer über die Bedeutung der Wörter informieren. Die “Hell’s Basement”-Brauerei in Medicine Hat im kanadischen Bundesstaat Alberta wollte ihrem neuen Pale-Ale offensichtlich einen internationalen Touch verleihen. Deshalb tauften sie das Getränk auf den Namen “Huruhuru”, in dem festen Glauben, dass der Begriff in der Sprache der neuseeländischen Maori “Feder” bedeutet. Damit wollte die Brauerei zeigen, dass das Pale Ale “leicht wie eine Feder” sei. Doch ein wenig näherer Beschäftigung mit dem Wortursprung hätte nicht geschadet. Denn übersetzt bedeutet es nicht nur Feder, sondern wird gemeinhin als Ausdruck für Schamhaar verwendet.

Die Brauerei ist nicht das erste Unternehmen, das sich diesen Fehltritt leistet. Auch ein Ledergeschäft in Neuseeland nannte sich “Huruhuru”. Beide Unternehmen wurden auf die doppelte Bedeutung und die Tücken einer solchen kulturellen Aneignung in einem Facebookvideo des neuseeländischen Fernsehmoderators Te Hamua Nikora freundlich hingewiesen. Nikora gehört selbst den Maori an und ließ keinen Zweifel daran, dass er den Namensklau für unangemessen hält.

Mittlerweile haben das Video schon über 173.000 User angeschaut, mehr als 1500 Kommentare sammelten sich darunter. Die kanadische Brauerei reagierte und teilte mit, dass sie das Pale Ale nun umbenennen werde. Gründer Mike Patriquin sagte in einem Interview mit dem kanadischen TV-Sender CBC: “Wir räumen ein, dass wir uns nicht mit dem umgangssprachlichen Gebrauch des Wortes Huruhuru auseinandergesetzt haben. Es wäre besser gewesen einen Repräsentanten der Maori-Community zu konsultieren, als ein Online-Wörterbuch.”

Es sei in keinem Fall die Absicht gewesen, die Maori-Kultur zu beleidigen, so Patriquin: “Wir entschuldigen uns bei jedem, der sich respektlos behandelt gefühlt hat.” Gleichzeitig möchte er aber betonen, dass die Firma nichts Beschämendes an Schamhaar finde. “Nur mit Bier passt es vielleicht nicht so gut zusammen,” gab er zu. So einsichtig war Ercan Karakoc, der Besitzer des Ledergeschäftes, nicht. Er habe zwar die Facebook-Seite entfernt, den Namen des Ladens werde er aber nicht ändern. Vor der Namensfindung habe er das zuständige Komitee der Maori, das “Intellectual Property Office”, befragt und keine Einwände bekommen. Er habe somit alle Regeln befolgt, fand Karakoch.

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