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Branchenumfrage: Gastronomen mit Sommergeschäft unzufrieden

BERLIN (dpa-AFX) -Das Sommergeschäft lief für das Gastgewerbe in Deutschland einer Umfrage des Branchenverbands Dehoga zufolge schlechter als erwartet. Mehr als jeder zweite befragte Betrieb gab dabei an, schlechtere Geschäfte gemacht zu haben als im Vorkrisen-Sommer 2019, wie der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Guido Zöllick, am Dienstag in Berlin sagte. "Und selbst im Vergleich zu 2022 sagen das 40,7 Prozent", betonte der Dehoga-Chef.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge lagen die Umsätze der Branche im ersten Halbjahr 2023 inflationsbereinigt um mehr als zehn Prozent unter dem Halbjahresniveau aus dem Vorkrisenjahr 2019. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz in den ersten Monaten noch deutlich zu. Im Mai und Juni stagnierte das Wachstum allerdings bei zuletzt knapp drei Prozent.

Neben dem wechselhaften Wetter und der generellen Konsumzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher seien dafür auch die gestiegenen Kosten verantwortlich. Laut Umfrage hätten die Unternehmen im August für den Einkauf von Lebensmitteln rund ein Viertel mehr Geld ausgeben müssen als im Vorjahresmonat. Bei Getränken lagen die Kostensteigerungen im Monatsvergleich demnach bei mehr als 18 Prozent, beim Personal bei 21 Prozent.

Zöllick forderte deshalb erneut die Beibehaltung der vergünstigten Mehrwertsteuer von sieben Prozent für Speisen in der Gastronomie. "Es wäre widersprüchlich und wettbewerbsverzerrend, frisch zubereitetes Essen in der Gastronomie in Deutschland wieder mit 19 Prozent zu besteuern, während das Essen zum Mitnehmen, im Supermarkt oder bei der Essenslieferung sieben Prozent erhoben werden", sagte er. Im Falle einer Erhöhung zum Jahreswechsel seien rund 12 000 Betriebe von Insolvenz bedroht.

Um die Branche während der Corona-Krise zu entlasten, war der Steuerersatz für Speisen im Restaurant auf sieben Prozent gesenkt worden. Aufgrund der Energiekrise wurde die Maßnahme bis Ende dieses Jahres verlängert. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte zuletzt eine Entscheidung über eine dauerhafte Lösung für Ende des Jahres an.