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Brüssel will Pferdefleisch-Skandal mit DNA-Tests auf den Grund gehen

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Brüssel (dapd). Als Reaktion auf den Pferdefleisch-Skandal fordert die EU-Kommission DNA-Tests für verarbeitete Fleischprodukte. In einer ersten Phase sollten für 30 Tage je 2.500 Genproben von deklarierten Rindfleischprodukte genommen werden, sagte Verbraucherkommissar Tonio Borg am Mittwoch nach einem Dringlichkeitstreffen mehrerer EU-Landwirtschaftsminister in Brüssel. Dadurch solle das Ausmaß des Betruges aufgedeckt und das Verbrauchervertrauen zurückgewonnen werden. Am Freitag sollen Ländervertreter in Brüssel über den Vorschlag der Kommission beraten.

In einer zweiten Testphase soll Pferdefleisch nach Spuren des verbotenen Arznei- oder Dopingmittels Phenylbutazon untersucht werden, erklärte Borg weiter. Dadurch sollten alle etwaigen Gesundheitsrisiken ausgeschlossen werden. Der Kommissar betonte, dass die bisher entdeckten Betrugsfälle, in denen in ausgewiesenen Rindfleischprodukten Spuren von Pferdefleisch nachgewiesen wurden, kein Gesundheitsproblem darstellten.

"Die Menschen haben ein Recht zu wissen, was sie essen", sagte der irische Landwirtschaftsminister und amtierende Ratsvorsitzende Simon Coveney. Nach seinen Angaben deckte ein DNA-Test nach einem Anfangsverdacht in Irland am 15. Januar den Etikettenschwindel auf. In dem untersuchten vermeintlichen Rindfleisch-Burger habe zu fast einem Drittel Pferdefleisch gesteckt.

Iren (Other OTC: IRDEF - Nachrichten) und Briten haben sich bereits hinter die systematischen DNA-Tests für verarbeitete Fleischprodukte gestellt. Am Freitag wird sich zeigen, ob alle Staaten dazu bereit sind. Neben Irland, Großbritannien und Frankreich wurden am Mittwoch auch Fälle in Deutschland bekannt. Der Skandal betreffe alle Länder "und wir brauchen eine schnelle Lösung, um das Vertrauen zurückzugewinnen", mahnte der britische Minister Owen Paterson.

dapd

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