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BP droht wegen Ölpest im Golf von Mexiko Rekordstrafe

London (dapd). Gut zwei Jahre nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko stehen die US-Behörden und der britische Ölkonzern BP vor einer Einigung. Die Gespräche seien weit fortgeschritten, teilte BP am Donnerstag mit. Erwartet wird eine Rekordstrafe für den Ölkonzern. Die Summe dürfte weit über der Strafe von 1,2 Milliarden Dollar (943 Millionen Euro) liegen, die das US-Justizministerium 2009 dem Pharmaunternehmen Pfizer auferlegte.

BP hat bereits 38,1 Milliarden Dollar zur Deckung der Folgekosten der Ölpest zurückgelegt. Die tatsächlich bevorstehenden Kosten hält BP aber für kaum einschätzbar. Im März hatte das Unternehmen eine Einigung mit einem Volumen von 7,8 Milliarden Dollar bekannt gegeben, die diverse medizinische und wirtschaftliche Kosten des Unglücks decken soll.

Nach einer Explosion auf der Ölbohrplattform Deepwater Horizon am 20. April 2010 war 87 Tage lang Öl in den Golf von Mexiko ausgetreten und hatte große Teile der US-Südküste verschmutzt. Bei der Explosion kamen elf Arbeiter ums Leben.

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