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Boeing macht Verlust und bestätigt Streichung von zehn Prozent der Stellen

Boeing-Logo an Fabrik im US-Bundesstaat Washington

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat in der Coronavirus-Pandemie einen Quartalsverlust von 641 Millionen Dollar gemacht. Der Umsatz schrumpfte im ersten Quartal des Jahres um 26 Prozent auf 16,91 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Im den ersten drei Monaten 2019 hatte Boeing noch einen Gewinn von mehr als zwei Milliarden Dollar eingefahren und knapp 23 Milliarden Dollar Umsatz gemacht.

Konzernchef David Calhoun bestätigte nun die geplante Streichung von zehn Prozent der Arbeitsplätze, über die in den vergangenen Tagen bereits berichtet worden war. Dies soll über ein Abfindungsprogramm, gegebenenfalls aber auch Entlassungen erfolgen, wie Calhoun in einer Mitteilung an die Mitarbeiter schrieb.

Der Rückgang der Nachfrage nach Flugzeugen und Dienstleistungen für die Luftfahrtbranche führe dazu, dass die Belegschaft reduziert werden müsse. Boeing wird demnach unter anderem die Produktion seiner Langstreckenmaschinen 787 und 777 und 777X drosseln.

Der Konzern mit Sitz in Seattle im US-Bundesstaat Washington beschäftigt weltweit 160.000 Mitarbeiter, davon allein 70.000 in Washington, wo die meisten Flugzeuge gebaut werden. Neben Passagierflugzeugen baut Boeing auch Militärmaschinen und Weltraumtechnologie.

Die Coronavirus-Pandemie trifft die Luftfahrtbranche schwer, der Flugverkehr ist weltweit massiv zurückgegangen. Calhoun schrieb am Mittwoch, bis zu einer Rückkehr zum Flugaufkommen der Zeit vor der Corona-Krise würden noch Jahre vergehen.

Boeing war schon vor der Coronavirus-Pandemie wegen der Sicherheitsprobleme bei der Boeing 737 MAX in eine schwere Krise gerutscht. Nach zwei Abstürzen von Maschinen dieses Typs mit insgesamt 346 Todesopfern wurde vor mehr als einem Jahr ein weltweites Flugverbot verhängt. Unklar ist, wann die Maschinen wieder starten können.