Deutsche Märkte öffnen in 1 Stunde 39 Minute
  • Nikkei 225

    23.331,94
    -86,57 (-0,37%)
     
  • Dow Jones 30

    26.519,95
    -943,24 (-3,43%)
     
  • BTC-EUR

    11.277,19
    +6,48 (+0,06%)
     
  • CMC Crypto 200

    262,40
    -10,29 (-3,77%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.004,87
    -426,48 (-3,73%)
     
  • S&P 500

    3.271,03
    -119,65 (-3,53%)
     

Boehringer Ingelheim hat einen 'Kandidaten' im Kampf gegen Corona

·Lesedauer: 1 Min.

INGELHEIM (dpa-AFX) - Mit Investitionen im zweistelligen Millionenbereich und einem Kernteam von 100 Forschern sucht der Pharmakonzern Boehringer-Ingelheim nach einem Medikament gegen die vom Coronavirus hervorgerufene Krankheit Covid-19. "Wir sind froh, dass wir innerhalb weniger Monate einen Kandidaten finden konnten, der das Virus kaltstellen soll", sagte die Medizinische Leiterin Deutschland, Petra Moroni-Zentgraf, am Donnerstag in Ingelheim.

Über die weiteren Planungen und Schritte könne es aber frühestens im ersten Quartal des nächsten Jahres Informationen geben. Es handele sich um die Entwicklung eines neuen Antikörpers, der das Coronavirus an der Bindestelle mit der menschlichen Zelle angreifen und neutralisieren und somit eine Infektion verhindern soll.

Der Konzern beteilige sich nicht an der Suche nach einem Impfstoff, sondern setze auf seine Kernkompetenz in der Medikamentenentwicklung, betonte Deutschland-Chefin Sabine Nikolaus. Ein Medikament könne einen Impfstoff nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen. Am Ende werde es ohnehin nicht nur einen Impfstoff oder ein Medikament gegen die Pandemie geben, sagte sie. "Wir brauchen ein ganzes Arsenal."

Der Konzern hatte kürzlich bekannt gegeben, dass er gemeinsam mit mehr als 30 weiteren Firmen und Forschungseinrichtungen weltweit die Suche nach einem Medikament beschleunigen wolle. Das Unternehmen mit weltweit gut 51 000 Mitarbeitern leitet dabei nach eigenen Angaben die Forschung zur Entwicklung sogenannter virusneutralisierender Antikörper. Insgesamt gehören dem auf fünf Jahre angelegten Konsortium CARE (Corona Accelerated R&D in Europe) 37 Mitglieder aus der EU, China, Großbritannien, der Schweiz und den USA an.