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BNP vor der Wahl: Commerzbank, Assekuranz, Verwahrschäft?

·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Der Verkauf des US-Geschäfts der BNP Paribas SA an die Bank of Montreal dürfte sich nicht nur auf den Finanzsektor in Nordamerika auswirken. Auch die europäische Bankenbranche einschließlich Deutschland könnten mittelfristig betroffen sein.

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In Frankfurt wird schon lange spekuliert, die Pariser könnten sich für die Commerzbank AG interessieren. Die Verbindung der zwei wurde auch als Lieblingsoption des französischen Präsidenten Emmanuel Macron gehandelt. Grenzüberschreitende Fusionen in der Finanzbranche sind zwar bekanntermaßen schwierig. In Berlin wächst unter dem neuen deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz jedoch die Unterstützung für die europäische Bankenunion, was die Hürden für einen Deal senken könnte.

Ein noch ehrgeizigeres Projekt wäre ein Zusammenschluss mit der Societe Generale SA, der die unangefochten größte europäische Bank schaffen würde. An Mitteln für einen Deal dürfte es bei BNP nicht fehlen, wenn der 16,3 Milliarden Dollar schwere Verkauf des US-Geschäfts genehmigt wird.

Weitere Optionen, die BNP Paribas laut Gesprächen mit Investmentbankern und Analysten verfolgen könnte:

Expansion im Versicherungsgeschäft

BNP verfügt bereits über ein ausgedehntes Versicherungsgeschäft, das mit den Einnahmen aus dem Spartenverkauf weiter ausgebaut werden könnte. Im Hinblick auf das Investmentbanking würde dies die Diversifikation der Bank und die wiederkehrenden Einnahmen stärken. Ein Pluspunkt wäre es auch für das Fondsmanagement. Theoretisch könnte sich die Bank auch an der Übernahme des belgischen Versicherers Ageas beteiligen.

Ein weiterer Anreiz bestünde darin, dass Banken für Versicherungsaktiva weniger aufsichtsrechtliches Kapital vorhalten müssen.

Verwahrgeschäft

Ein weiterer Schritt könnte ein Zukauf im Verwahrgeschäft sein, möglicherweise in den USA.

In Europa verfügt BNP Paribas bereits über ein großes Depotgeschäft, unter anderem durch die Übernahme des Depotgeschäfts der Commerzbank in 2013. Berichten zufolge war der Konzern auch am Kauf der Anlegerdienstleistungen von Brown Brothers Harriman interessiert. Informierten Kreisen zufolge entschieden sich die Franzosen aber aufgrund fehlender Mittel dagegen. Nun ist Geld da. Die Brown-Brothers-Sparte ging im September für 3,5 Milliarden Dollar an State Street.

Überschrift des Artikels im Original:

BNP Paribas’s $16 Billion U.S. Windfall May Unlock Europe Deals

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