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BMW und Toyota machen gemeinsame Sache

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München/Tokio (dapd). BMW (Xetra: 519000 - Nachrichten) wird künftig in mehreren Technologiebereichen mit dem größten Autohersteller der Welt, Toyota, zusammenarbeiten. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam eine Brennstoffzelle, Leichtbau-Technologien für den Karosseriebau, eine Lithium-Air-Batterie und eine Plattform für einen mittelgroßen Sportwagen entwickeln. Sie unterzeichneten am Donnerstag in Tokio einen entsprechenden Vertrag. Das ist das erste Mal, das Toyota mit einem anderen Hersteller gemeinsam an der Brennstoffzelle arbeitet.

Der BMW-Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer sagte, die gesamte Automobilindustrie stehe wegen des anstehenden technologischen Umbruchs vor großen Herausforderungen. "Diese Kooperation ist ein wichtiger Baustein, um beide Unternehmen auch in Zukunft auf Erfolgskurs zu halten."

Toyota-Präsident Akio Toyoda fügte hinzu: "Bald werden wir die Früchte dieser Zusammenarbeit ernten." Ziel sei es, "immer bessere Autos zu bauen". Bereits im Juni 2012 hatten die beiden Hersteller eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Damals sprachen die beiden Konzernchefs von einer Win (Taiwan OTC: 3105.TWO - Nachrichten) -win-Situation. Jeder profitiere von den Stärken des Anderen, und beide sparten so Entwicklungskosten.

Vorbild Flugzeugbau

Im Mittelpunkt der Kooperation stehen Sparsamkeit und alternative Antriebstechniken. Bis 2020 wollen BMW und Toyota ein grundlegendes Brennstoffzellen-Fahrzeugsystem entwickeln, das die Bereiche Wasserstofftank, Motor und Batterie umfasst.

Mitarbeiter der Autohersteller werden zudem gemeinsam Leichtbau-Technologien für den Karosseriebau entwickeln. Dabei sollen Verbundwerkstoffe zum Einsatz kommen, die das Gewicht der Fahrzeuge deutlich reduzieren. Flugzeughersteller wie Airbus (Paris: NL0000235190 - Nachrichten) und Boeing (NYSE: BA - Nachrichten) setzen bereits verstärkt solche Materialien ein, um den Verbrauch zu verringern.

Eine Lithium-Air-Batterie, deren Energiedichte weit über der der aktuellen Lithium-Ionen-Batterien liegt, ist ein weiteres Ziel der Vereinbarung. Bis Ende dieses Jahres soll eine Machbarkeitsstudie über eine gemeinsame Plattform für einen mittelgroßen Sportwagen stehen.

Welche Bereiche in Japan und welche in Deutschland betreut werden, ist noch nicht bekannt. Möglicherweise wird Toyota bei der Brennstoffzelle federführend sein, BMW mit seiner Erfahrung aus der Formel 1 und Tourenwagen-Meisterschaften eher bei der Arbeit an einer Sportwagen-Plattform und im Leichtbau.

Toyoda hatte bei einem Treffen im vergangenen Jahr in München gesagt, er fahre gerne schnelle Runden auf dem Nürburgring. "Dabei gibt es immer ein Auto, das mich überholt, und das ist ein BMW." Beide Hersteller betonten, dass die Marken eigenständig bleiben.

Solche Partnerschaften sind bereits seit längerem üblich. BMW hatte bis zum vergangenen Jahr mit PSA Peugeot Citroën bei der Entwicklung von Hybridtechnik zusammengearbeitet.

dapd

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