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Blutdruckmessgeräte im Test: Viele sind ungenau

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)

14 Blutdruckmessgeräte für den Oberarm und fürs Handgelenk schickte Stiftung Warentest ins Prüflabor. Bei vielen haperte es an der Messgenauigkeit. Vor allem Produkte fürs Handgelenk enttäuschten. Die besten aus dem aktuellen Test stellen wir Ihnen vor.

Regelmäßig testet Stiftung Warentest Blutdruckmessgeräte. Die 14 Geräte aus dem aktuellen Test für November lieferten jedoch überwiegend ein eher enttäuschendes Ergebnis. „Die Geräte des aktuellen Testfelds sind alle schlechter als die drei besten aus dem Vorgängertest 2016. Es hapert vor allem an der Messgenauigkeit“, so Stiftung Warentest.

Im Testlabor wurden acht Geräte für die Messung am Oberarm und sechs für die Messung am Handgelenk geprüft. Vor allem die fürs Handgelenk konnten bei dieser Untersuchung nicht so recht überzeugen. Vier schnitten nur mit der Note „Ausreichend“ ab. Beim Test der Vorgänger sah das anders aus, das Omron RS2 fürs Handgelenk schaffte in 2016 mit der Note 2,2 unter allen Geräten den Testsieg und ist zudem mit durchschnittlich 26 Euro auch günstig.

Die besten vier Geräte aus dem aktuellen Test stellen wir Ihnen vor:

(Bild: Stiftung Warentest)

Braun Vital Scan 3

Unter den Geräten fürs Handgelenk schaffte Braun mit dem VitalScan 3 im aktuellen Test den zweiten Platz. Für die Messgenauigkeit vergaben die Prüfer aber nur ein „Ausreichend“, in der Gesamtnote ergibt sich eine 3,0.

Durchschnittlicher Preis: 35 Euro.

(Bild: Stiftung Warentest)

Omron RS6

Bestes und teuerstes Gerät fürs Handgelenk im aktuellen Test, kommt aber mit der Endnote 2,7 auch nur auf ein „Befriedigend“. Bei der Messgenauigkeit schnitt das Omron eine Note besser ab, als der Kandidat von Braun. Das Gerät sei dünn und mit Raffinessen ausgestattet, heißt es im Testbericht. So zeigen etwa Sensoren, ob der Nutzer das Gerät korrekt auf Herzhöhe hält und die Messungen an sich sind völlig lautlos, auch beim Aufpumpen.

Mittlerer Preis: 53 Euro.

(Bild: Stiftung Warentest)

Visomat Double Comfort

Unter den Messgeräten für den Oberarm schaffte Visomat mit der Endnote 2,6 den zweiten Platz. Es nutzt zwei Messmethoden. Über ein Mikrofon werden ähnlich wie über das Stethoskop beim Arzt die Geräusche des Blutstroms erfasst. Reicht das akustische Signal nicht aus, misst das Gerät wie die anderen im Test oszillometrisch, also die Schwingungen des pulsierenden Blutes.

Mit 70,50 Euro gehört dieses Gerät zu den beiden teuersten im Test.

(Bild: Stiftung Warentest)

Testsieger: Braun ExactFit 5

Das beste Gerät im aktuellen Test kommt von Braun. Das ExactFit 5 schaffte als einziges die Note „Gut“ (2,5) und schnitt bei der Messgenauigkeit mit „Befriedigend“ ab. Positiv bewerteten die Prüfer unter anderem die „sehr gute“ Handhabung und dass bei dem Gerät zwei Manschetten mitgeliefert werden – eine für dünne und eine für eher kräftige Arme.

Durchschnittlicher Preis: 65 Euro.

Den vollständigen Bericht von Stiftung Warentest zum Thema „Blutdruckmessgeräte“ finden Sie hier (kostenpflichtig).

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