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„Blase & Crash so offensichtlich?“ Ha, dass ich nicht lache!

·Lesedauer: 3 Min.
Verkehrszeichen: Vorsicht Schleudergefahr

Eine Blase könnte es geben, einen Crash ebenfalls. Das ist eigentlich immer so. Je nachdem, auf welche Kennzahlen, Aktien, Bewertungsmaßstäbe oder Stimmungsindikatoren man schaut: Irgendein Haar in der Suppe gibt es immer, das warnend erscheint.

Mit Blick auf eine mögliche Blase und einen Crash gibt es einige Dinge, die wir ebenfalls berücksichtigen können. Es hat zuletzt vereinzelt sehr volatile Tage gegeben. Allerdings: Trotzdem befinden wir uns mit Blick auf DAX, S&P 500 und Co. noch immer auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Macht es das besser oder schlechter? Geschmackssache.

Ein Investor warnt jetzt davor, dass eine Blase überaus offensichtlich sei, ein Crash eine logische Folge. Dabei ist sogar die Rede davon, dass man die Wirkmechanismen so offensichtlich erkennen könne wie die eigene Nase im Gesicht. Na, ob hier etwas dran ist? Foolishe Investoren wittern jedenfalls den ersten Crash-Propheten bei ein wenig Volatilität. Und, ganz ehrlich: Ich eigentlich auch nur.

Blase ist offensichtlich, Crash unausweichlich

Genauer gesagt handelt es sich hierbei um Jeremy Grantham, Gründer des Vermögensverwalters GMO, der so offen über seine Sicht der Dinge spricht. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters warnt der Vermögensverwalter relativ unverblümt vor einer Blase und dem folgenden Crash. Und führt einige fundamentale Dinge an.

Wenn er seine Lieblingskennzahl zur Bewertung der Märkte, das Kurs-Umsatz-Verhältnis, verwende, so seien die Märkte teurer als zur Dotcom-Blase. Sogar die billigsten Aktien seien teurer als während dieser Zeit. Das könnte dazu führen, dass wir einen Crash erleben, auch wenn es vielleicht noch einige Monate dauern könnte. In dieser Zeit hätte man die Möglichkeit, mehr Leute zu warnen. Anmerkung von mir: Oder zu verängstigen.

Zudem seien Blasen einfach zu erkennen. Der Grad, über den über Aktienmärkte berichtet wird, sei inzwischen überaus hoch. Das sei ebenfalls größer als im Jahre 2000 oder dem Jahre 1929. Es sei lediglich noch abzuwarten, was als finaler Auslöser fungiere. Inflation oder ein Aufflammen der aktuellen Pandemie seien Möglichkeiten. Eigentlich haben wir daher vieles, was eine Korrektur oder einen Crash begünstigen könnte, nicht wahr? Aber gleichsam auch eine Meinung, die vor allem eines ist: sehr einseitig.

Kleinere Indikatoren verwendet

Wie gesagt: Eine Blase könnte platzen, ein Crash könnte kommen. Trotzdem möchte ich ein paar der Äußerungen relativieren. Die warnenden Worte sind im Endeffekt das Ergebnis der Betrachtung lediglich einer Kennzahl und mit fragwürdigen Vergleichswerten. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist natürlich relevant. Aber eben auch Gewinne, Umsätze und vielleicht das Würdigen dessen, dass Tech-Akteure und das niedrige Zinsumfeld heute eine ganz andere Ausgangslage kreiert haben. Der Kontext insbesondere bei Vergleichen mit dem Jahre 1929 oder auch 2000 (was immerhin 21 Jahre her ist) sollte aus einem vergleichbaren Licht heraus erfolgen.

Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass die Börse medial immer mehr im Fokus steht, was mit der Digitalisierung und einem lebhafteren Handel zusammen. Ohne Zweifel kann das auch eine Blase begünstigen. Oder einen Crash. Es könnte jedoch auch einfach eine neue, normalere Art und Weise des Handels sein.

Zu guter Letzt sind die genannten möglichen schwarzen Schwäne eigentlich für einen Crash ausgelutscht. COVID-19 und die Pandemie sind keine Unbekannten. Inflation könnte ein Thema sein, allerdings könnte es auch hier mehr Normalität mit Ölpreisen auf der Spitze geben. Es gilt daher, vorsichtig solche Propheten zu betrachten. Ihre Meinung kann man auch immer relativieren.

Der Artikel „Blase & Crash so offensichtlich?“ Ha, dass ich nicht lache! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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