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"Blamiert!": Eintracht-Boss watscht Bobic und Hütter ab

·Lesedauer: 3 Min.

Adi Hütter und Fredi Bobic gingen nach der 3:4-Niederlage der Eintracht auf Schalke in den Rechtfertigungsmodus.

Man habe Platz fünf und somit die Europa League erreicht. Hütter erklärte, dass man die Zielsetzung zu einem Zeitpunkt hochgeschraubt habe, als das Team noch im Tabellenmittelfeld stand. Das Wörtchen "Über-Performance" nahm der Österreicher diesmal zwar nicht mehr in den Mund, doch selbstkritische Einordnungen waren von ihm und Bobic nicht zu hören.

Hellmann kritisiert Bobic und Hütter messerscharf

Axel Hellmann, der seit einigen Wochen als Vorstandssprecher fungiert, konnte mit diesen Einschätzungen nach dem Debakel auf Schalke nichts anfangen.

"Wir können in Anbetracht der letzten Ergebnisse nicht von einem tollen Saisonergebnis oder einer tollen Leistung sprechen. Das ist Schönrederei", sagte der Jurist im Gespräch mit SPORT1. Er stellte unumwunden klar: "Die Mannschaft hat den deutlichen Vorsprung auf Borussia Dortmund aus der Hand gegeben. Wir haben uns gegen Schalke blamiert."

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Hellmann hat als langjähriger Vereinsmitarbeiter ein gutes Gespür für die Gefühlslage der Anhängerschaft und des gesamten Umfelds: "Nach 60 Jahren ohne Champions League hatten wir eine historische Chance. Wir haben versagt. Ich kann die Wut und Enttäuschung der Fans verstehen." Man dürfe nach solch einer Pleite beim abgeschlagenen Tabellenschlusslicht nicht zur Tagesordnung übergehen und ein positives Fazit ziehen.

Hütters Kommunikation? "Da ist Glaubwürdigkeit verloren gegangen"

Der Vorstandssprecher kam daher zu einem anderen Urteil als der scheidende Sportvorstand Bobic. Zusammen mit Finanzvorstand Frankenbach will Hellmann für eine klare Kommunikation sorgen. Von Hütter hätten sich die beiden Führungskräfte der Eintracht deutlich mehr Schuldeingeständnis erwartet: "Da ist viel Glaubwürdigkeit verloren gegangen."

Nach dem 3:1-Sieg von Borussia Dortmund bei Mainz 05 ist die theoretische Chance für die Eintracht bei drei Punkten und elf Toren Rückstand auf den VfL Wolfsburg, der am Abend noch gegen RB Leipzig punkten kann, nur noch rechnerischer Natur.

Die emotionale Fallhöhe war groß und Hütter ist ohne Einzug in die Königsklasse insgesamt gescheitert. Was bleibt, ist die fehlende Vollendung, das große "fast": Europa-League-Halbfinale, DFB-Pokal-Halbfinale, zweimal die Champions League trotz sehr guter Ausgangslage verpasst.

Kein Jubel in Frankfurt trotz Platz fünf

Die Eintracht geht mit einem schlechten Gefühl aus der Saison, vier Punkte aus den vergangenen fünf Partien waren angesichts der Ausgangslage und der Möglichkeiten viel zu wenig. Den feststehenden Abgang von Hütter zu Borussia Mönchengladbach hat die Mannschaft nicht mehr verkraftet, sie hat den Faden vollumfänglich verloren.

Europa League? Natürlich nehmen die Frankfurter diesen Wettbewerb vollumfänglich ernst und gerne mit. Doch in Coronazeiten wäre die Champions League ein Quantensprung gewesen – finanziell, aber auch für das Image. So allerdings reichten nach dem Sieg im direkten Duell in Dortmund Anfang April (2:1) sieben Punkte Vorsprung nicht. Ein schmerzhafter Absturz.

Hellmann sieht keinen Platz für "Ausreden"

"Für Ausreden ist kein Platz", betonte Hellmann. Die Frankfurter müssen den Blick nach vorne richten. Markus Krösche soll als Sportvorstand ab 1. Juni durchstarten und mit einem neuen Trainer die Geschicke bei den Hessen leiten. Das Ende von Bobic und Hütter - es hat Spuren hinterlassen.