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Brandrede für Jokic! "Gebt ihm seinen verdammten Respekt!"

Was für eine Gala der Denver Nuggets um Nikola Jokic - und was für LeBron James und seine Los Angeles Lakers!

Mit einem Sweep (4:0) in der die Best-of-seven-Serie haben Ex-MVP Jokic und seine Teamkollegen das Glamour-Team aus LA ohne einen einzigen Sieg krachend aus den NBA-Playoffs geschmissen.

Der Rekord-Champion um seinen Mega-Star James sowie Anthony Davis und den deutschen Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder kassierte mit einem 111:113 auch im vierten Spiel der Finals in der Western Conference eine Pleite.

Brandrede für Jokic

„Gebt ihm seinen verdammten Respekt!“ tönte Nuggets-Trainer Michael Malone nach dem historischen Sweep seines Teams und setzte zu einer wahren Brandrede für Superstar Jokic an.

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Trotz zweier MVP-Titel in Serie (2021 und 2022) wird der Serbe gerade in den USA immer wieder kritisch betrachtet - seinem Coach passt das gar nicht.: „Hört auf, ihm ans Bein zu pinkeln. All diese Erzählungen sind albern. Er macht ein Triple-Double im Schnitt! Seht ihr irgendwo, dass er seine Stats künstlich aufbläht?“

Doch damit war der Trainer noch nicht am Ende. „Seine MVPs sind echt, seine Triple-Doubles sind echt“, schickte Malone als Botschaft an Kritiker wie Kendrick Perkins, der die wahre Qualität von Jokic angezweifelt hatte.

Jokic erlegt die Lakers und LeBron

Mit der Machtdemonstration gegen die hochkarätig besetzten Lakers dürfte Jokic viele Kritiker mundtot gemacht haben.

Zur Pause hatten die Lakers noch mit 15 Punkten vorn gelegen, nachdem vor allem James mit 31 Punkten groß aufgetrumpft hatte.

Dann aber zeigte sich bei den Lakers ein unerklärlicher Leistungsabfall - ein 16:36 im dritten Viertel ließ die Nuggets um den überragenden Jokic und Co-Leader Jamal Murray die Wende einleiten.

Jokic gelangen dabei gleich mehrfach Zauberwürfe aus der Bedrängnis. Der Serbe verbuchte am Ende 30 Zähler, während Murray auf 25 kam.

James wiederum, der sich bis zum Schlusspfiff gegen das Aus stemmte, beendete sein vorerst letztes Playoff-Match mit 40 Punkten.

Nuggets schreiben Geschichte - dank Jokic

Riesenjubel herrschte dagegen bei Denver um Jokic, der bei 14 Rebounds und 13 Assists schon Triple-Double Nummer acht in dieser Postseason auflegte, vor allem im dritten Viertel in den MVP-Modus schaltete und dabei mit einer bemerkenswerten Sombor-Shuffle-Aktion verblüffte.

Nach der Partie wurde der Ausnahmekönner denn auch mit der Magic-Johnson-Trophy für den besten Spieler der Serie ausgezeichnet wurde wie im Vorjahr Stephen Curry (Golden State Warriors).

Was Denver aber noch viel wichtiger sein sollte: Das Team aus Colorado steht nun erstmals in seiner Geschichte in den Finals, überdies noch mit dem ersten Sweep seiner Franchise-Historie.

Nun geht es höchstwahrscheinlich gegen die Miami Heat. Miami führt in der Serie gegen die Boston Celtics 3:0 und kann den Einzug ins Finale in der Nacht zu Mittwoch perfekt machen.

James vergibt zwei Ausgleich-Chancen

Bitter für die Lakers: Wie schon bei einem vorangegangenen Match vor einer Woche ließ James, der mit Ausnahme von vier Sekunden die kompletten 48 Minuten absolvierte, gleich zweimal die Chance zum möglichen Ausgleich ungenutzt.

Zunächst produzierte der 38-Jährige einen Airball, im letzten Angriff der Partie wurde er dann auch noch von Aaron Gordon kaltgestellt.

Im Anschluss äußerte sich der Superstar nebulös zu seiner Zukunft und ließ einen Rücktritt bewusst offen.

Letzter Auftritt für Schröder im Lakers-Trikot?

Der deutsche Nationalspieler Schröder, dessen mit nur 2,6 Millionen Dollar dotierter Einjahresvertrag ausläuft, absolvierte ebenfalls seinen womöglich letzten Auftritt im Trikot der Lakers.

Nach seiner unbefriedigenden ersten Zeit beim 17-maligen Meister in der Saison 2020/2021 war der gebürtige Braunschweiger in dieser Saison fester und wichtiger Bestandteil der Mannschaft und ging am Montag als Starter in die Partie.

Mit 13 Punkten und 5 Assists in gut 38 Minuten Einsatzzeit konnte aber auch der nach der Pause deutlich abbauende Schröder das Aus‘ seines Teams nicht verhindern.

„Denver ist ein verdammt gutes Team. Sie haben keine Lücken in ihrer Mannschaft und sie waren über die vier Spiele das bessere Team“, sagte Lakers‘ Shooting Guard Austin Reaves hinterher im Stile eines fairen Verlierers.

Die Lakers hatten sich im Westen als Siebter der Hauptrunde erst über das Playin-Turnier für das Achtelfinale qualifiziert, ehe nach Siegen gegen die Memphis Grizzlies (4:2) und Titelverteidiger Golden State Warriors (4:2) nun das jähe Aus kam.