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Black Friday: Diese Tricks der Anbieter sollten Sie kennen!

Laut einer Untersuchung von guenstiger.de gab es im vergangenen Jahr am Black Friday bei Amazon die besten Deals. (Photo by Rafael Henrique/SOPA Images/LightRocket via Getty Images)

Online-Shopper fiebern dem Black Friday schon entgegen: Am Freitag, den 29. November ist es dies Jahr soweit. Bereits jetzt gibt es in vielen Online-Shops Aktionen und Rabatte, doch ihren Höhepunkt erreicht die Schnäppchenjagd am Black Friday. Dabei ist am Tag der Online-Schnäppchen längst nicht alles ein guter Deal, was auf den ersten Blick wie einer aussieht – und manch ein Anbieter greift tief in die Trickkiste. Wir erklären, welche Kniffe Sie kennen müssen.

Bald ist es wieder so weit: Am 29. November trumpfen zahlreiche Händler erneut mit Rabattaktionen zum Black Friday auf. Für den einen oder anderen Käufer bedeutet das, endlich bei Produkten zuzuschlagen, die schon lange auf der Wunschliste stehen. Doch können Verbraucher am schwarzen Freitag wirklich sparen oder entpuppt sich der Tag als Abzocke? Das Vergleichsportal guenstiger.de untersuchte im letzten Jahr 12 Shops, die mit Rabatten zum Black Friday warben und stellte fest: Über die Hälfte der Angebote sind keine lohnenswerten Deals!

Die häufigsten Tricks der Anbieter:

1. Die Rabatte sind nicht so hoch, wie es suggeriert wird

Der einfachste und wohl gebräuchlichste Trick ist wohl der, mit dem die Händler die Höhe des angeblichen Rabatts angeben. Dabei orientieren sie sich an der Unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, die oft viel höher ist als der Preis, zu dem das Produkt von den Händlern tatsächlich angeboten wird.

Liegt die UVP eines Produkts bei 100 Euro und wird es am Black Friday für 70 Euro angeboten, wird es mit einem Discount von 30 Prozent ausgewiesen. Gibt es das entsprechende Produkt aber auch sonst schon für 80 Euro im Handel, liegt die Ersparnis real bei nur 12,5 Prozent. Um sicherzugehen, dass es sich auch wirklich um ein Schnäppchen handelt, sollten Käufer das Produkt vor einem Kauf mit anderen Angeboten vergleichen“, rät Julia Schnell, Communications Manager bei guenstiger.de. Denn siehe da: Vergleicht man die Angebote mit denen der Konkurrenz, dann fällt auf, dass Käufer bei 60 Prozent der Stichproben nicht sparen konnten!

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2. Künstlicher Zeitdruck soll zu Spontankäufen animieren

Sogenannte Blitzangebote, die nur für ganz kurze Zeiträume angeboten werden, erzeugen bei potenziellen Kunden Druck, schnell und damit auch unüberlegt zuzuschlagen. Den Countdown vor Augen, fällt es schwer, objektiv zu beurteilen, ob Kunden einen bestimmten Artikel wirklich brauchen oder nicht und das genaue Gegenchecken des Preises mittels Preissuchmaschinen fällt dann oft weg. Dabei sind auch diese Preise nicht immer ein wirkliches Schnäppchen.

Gerade technische Geräte können am Cyber Monday noch günstiger sein als am Black Friday, für andere Produkte sind andere Zeiträume günstiger. Laptops zum Beispiel gibt es oft im Sommer günstig, die Schmuckpreise fallen nach dem Valentinstag und Möbel gibt es Anfang des Jahres billiger, wenn die Möbelhäuser Platz für die neuen Kollektionen brauchen.

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3. Nicht jedem Nutzer wird derselbe Preis angezeigt

Das Phänomen kennen Kunden, wenn sie mit verschiedenen Geräten beispielsweise nach Flügen suchen: Oft finden sie mit einem Android-Gerät günstigere Angebote als mit den iPhone. Diesen Unterschied gibt es auch bei Mac-, beziehungsweise PC-Nutzern. Beim Shoppen am Black Friday passiert etwas ganz Ähnliches: Über die Cookies auf den Webseiten speichern Shops Informationen über die Käufer. Hier lohnt es sich, auf mehreren Endgeräten und mit verschiedenen Accounts zu suchen.

Bei welchen Anbietern kann man am meisten sparen?
Bei sechs von 12 untersuchten Onlineshops zahlten Verbraucher im vergangenen Jahr am Black Friday im Schnitt mehr als nötig. Allen voran Douglas, dessen Rabattaktion sich als echter Reinfall herausstellte. Die Produkte kosteten bei der Parfümerie im Durschnitt 25 Prozent mehr als bei anderen Anbietern. Der Elektronikfachmarkt Conrad war durchschnittlich 13 Prozent teurer, gefolgt von Karstadt, Kaufhof und Otto mit jeweils 3 Prozent und Computeruniverse mit 2 Prozent.

Die besten Schnäppchen gibt es laut guenstiger.de bei Amazon
Wer aber die Preise genau prüft, kann laut dem Vergleichsportal auch starke Deals ergattern. Im letzten Jahr entpuppte sich Amazon als wahres Schnäppchenparadies. Beim Versandriesen zahlten Käufer 2018 bei keinem einzigen Angebot mehr als bei konkurrierenden Händlern und konnten somit im Schnitt 13 Prozent sparen. Weitere lohnenswerte Aktionen am Black Friday gab es bei Saturn mit einer durchschnittlichen Ersparnis von 7 Prozent, gefolgt von Comtech und Alternate mit 6 Prozent, Media Markt mit 4 Prozent und Check24 mit 1 Prozent.

Screenshot: guenstiger.de


Wie verhalten sich die Preise nach Black Friday?

Übrigens: Dem Preisportal zufolge konnten Käufer auch noch nach dem Black Friday von den Rabatten profitieren:: Auch noch eine Woche nach dem Aktionstag wurden 24 Prozent der untersuchten Produkte zu einem gleichen oder sogar geringeren Preis auf guenstiger.de gelistet.

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