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Bitcoin erholt sich und liegt wieder kurz vor der 50.000er-Marke

Schwarz, Dennis Ivanov, Angelika Imöhl, Sören
·Lesedauer: 18 Min.

Die Cyberdevise Bitcoin ist mittlerweile die teuerste der Welt. Seit 2008 hat sie eine rasante Wertsteigerung hingelegt. Die aktuelle Rally sorgt für einen nervösen Kurs.

Der Tesla-Chef gilt schon lange als Krypto-Fan. Foto: dpa
Der Tesla-Chef gilt schon lange als Krypto-Fan. Foto: dpa

Die Rekordjagd des Bitcoin hält weiter an. Die weltweit wichtigste Cyberdevise hat einen neuen Rekord von 58.000 Dollar pro Bitcoin erreicht, konnte den Kurs aber nicht halten. Wohl niemand hat erwartet, dass die Cyberwährung sich so erfolgreich entwickelt.

Angefangen hat es im Jahr 2008, als eine Person oder eine Gruppe unter dem japanischen Namen „Satoshi Nakamoto“ ein Weißbuch veröffentlichte. Die Idee: Es soll eine dezentral verwaltete Währung geben, frei vom Zugriff von Staaten und Banken.

„Benötigt wird ein elektronisches Zahlungssystems, dass auf einem kryptografischen Beweis anstelle von Vertrauen basiert, und es zwei Parteien erlaubt, direkt und ohne einen Mittelsmann, dem sie vertrauen, miteinander zu handeln“, schrieb der Unbekannte namens Nakamoto damals. Ob es sich beim Erfinder wirklich um einen Japaner handelt, ist bis heute zweifelhaft.

Programmierer und andere Enthusiasten griffen die Vision auf, 2009 wurde die Idee Realität. Schon bald startete der erste Handelsplatz, an dem digitale Münze gehandelt werden konnte. Damals gab es aber noch keinen Wechselkurs zu einer Währung. Aufgrund der fehlenden Nachfrage der Wert allein auf der Basis der Miningkosten ermittelt.

Der lag 2009 bei 0,07 Cent. Die damals noch relativ kurze Blockchain sorgte dafür, dass neue Coins ohne großen Aufwand geschürft werden konnten.

Erst ab Februar 2011 wurde ein Bitcoin auch in Mainstream-Medien beschrieben. Der Kurs lag damals bei 1 Dollar und stieg langsam.

Heute liegt der Wert zeitweise bei mehr als 48.000 Dollar. Kursrücksetzer, beispielsweise unter die Marke von 30.000 Dollar, werden als weitere Kaufgelegenheiten genutzt. Derzeit gehen Analysten davon aus, dass der Kurs weiterhin steigen wird.

Nachfolgend die wichtigsten Ereignisse sowie die Entwicklung der Kryptowährung zwischen 2020 und 2021 – beginnend mit dem aktuellen Stand.

Wie teuer war ein Bitcoin am Anfang? - Bitcoin-Kurs in der Chronologie bis 2021

1. März 2021 – Bitcoin erholt sich vom Kurzsturz am Wochenende

Bitcoin legt wieder zu. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise steigt mehr als fünf Prozent auf über 48.000 Dollar und rückt damit erneut die psychologische Marke von 50.000 Dollar. Damit zeigt die Kryptowährung erneut, dass eine Investitionen nichts für Anleger mit schwachen Nerven ist. Zweistellige prozentuale Kursausschläge sind keine Seltenheit. Erst am Wochenende fiel der Kurs auf 44.417 Dollar.

28. Februar 2021 – Bitcoin fällt auf tiefsten Stand seit 20 Tagen

Bitcoin setzt seine Talfahrt fort und ist auf den tiefsten Stand seit 20 Tagen gefallen. Die Cyber-Devise lag am Sonntag bei 44.417 Dollar und notierte damit rund 3,7 Prozent unter dem Niveau vom Freitag. Die Kryptowährung hatte vor einer Woche das Rekordhoch von 58.354 Dollar erreicht, verlor zuletzt aber deutlich. Ein Börsianer hatte am Freitag gesagt, die Serie der Gewinnmitnahmen sei scheinbar noch nicht abgeschlossen.

24. Februar 2021 – Bitcoin pendelt sich auf 50.000 Dollar ein

Nach dem Kursrückgang am Dienstag pendelt Bitcoin wieder um die Marke von 50.000 Dollar. Die wichtigste Cyber-Devise war am Dienstag zeitweise auf knapp 45.000 Dollar abgerutscht, nachdem sie zuvor ein Rekordhoch von 58.445 Dollar erreicht hatte.

22. Februar 2021 – Bitcoin-Kurs fällt unter 49.000 Dollar

Dem Bitcoin geht auf seiner Rekordjagd erst einmal die Puste aus. Der Kurs fällt um zwei Prozent auf 56.260 Dollar. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise hatte am Sonntag auf der Handelsplattform Bitstamp ein Rekordhoch von 58.354 Dollar markiert. Elon Musk, der selbst die Preis vorangetrieben hat, twittert nun, dass sie ihm „zu hoch erscheinen“.

Bis zum Nachmittag fiel der Kurs der wertvollsten Cyber-Devise auf bis zu 49.000 Dollar. Besonders um die Wall-Street-Eröffnung wurden die Kursverluste fast minütlich größer, bevor der Bitcoin schnell einen Teil seiner Verluste wieder aufholen konnte. Am Abend notiert er bei knapp 53.000 Dollar.

Mehr zum Thema:

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21. Februar 2021 – Bitcoin steigt auf Rekordhoch von 58.354 Dollar

Die älteste und wichtigste Cyber-Devise stieg am Sonntag auf der Handelsplattform Bitstamp auf ein Rekordhoch von 58.354 Dollar. Auf Wochensicht legte die Digitalwährung um rund 20 Prozent zu. Seit Jahresbeginn beträgt der Zugewinn etwa 100 Prozent. Laut Datenanbieter CoinMarketCap sind alle im Umlauf befindlichen Bitcoin erstmals zusammen mehr als eine Billion Dollar wert.

19. Februar 2021 – Bitcoin hält Bestmarke und beflügelt Ethereum

Der Bitcoin bleibt mit 51.565 Dollar auf seiner jüngsten Bestmarke, nachdem Tesla-Chef Elon Musk per Twitter verkündet hatte, in Zeiten negativer Realzinsen sei die Kryptowährung im Vergleich zu Euro, Dollar oder anderen Währungen die bessere Wahl.

Die Bitcoin-Rally hat Auswirkungen auf andere Kryptowährungen. Die nach Bitcoin zweitwichtigste Währung Ethereum stieg am Freitag. Laut der Börse Bitstamp lag der Ethereum-Kurs um 0,7 Prozent auf einem Rekordhoch von 1951,93 Dollar.

18. Februar 2021 – Bitcoin-Kurs liegt kurz vor 52.000 Dollar - Analysten sehen kein Ende

Der Bitcoin-Kurs liegt weiterhin im Plus bei 51.898 Dollar. Auch die Marktkapitalisierung steigt weiter und liegt derzeit laut Analysehaus Coinmarketcap bei 961 Milliarden Dollar. Damit nähert sich der Börsenwert der die Billionen-Dollar-Marke.

Gewinnmitnahmen in größerem Stil sind derzeit nicht zu sehen. „Aber am Ende des Tages werden aber womöglich wieder zu euphorische Anleger auf den Boden der Tatsachen zurückholt werden“, prognostiziert Analyst Timo Emden vom gleichnamigen Analysehaus.

Auch eine Korrektur von 20 bis 25 Prozent dürfte seiner Meinung nach der Rally kein jähes Ende bescheren und wäre als „gesund“ zu bewerten.

Simon Peters, Analyst der Investment Plattform eToro, meint, dass der Bitcoin sogar bald bei 70.000 Dollar stehen könnte. Vor allem Kleinanleger würden mit dem Investment versuchen, sich vor Inflation und dem schwachen Dollar abzusichern.

Angesichts der Rally fordert Handelsblatt-Bitcoin-Expertin Mareike Müller im Kommentar, den Bitcoin zu regulieren. Deutschland könnte dabei Vorreiter sein.

16. Februar 2021 – Bitcoin knackt 50.000-Dollar-Marke

Bitcoin erreicht einen weiteren Meilenstein: Die älteste und wichtigste Cyber-Devise überwand am Dienstag erstmals die 50.000-Dollar-Marke und stieg um bis zu fünf Prozent auf ein Rekordhoch von 50.602,31 Dollar.

Einsetzende Gewinnmitnahmen machten einen Teil der Gewinne aber wieder zunichte. Am frühen Nachmittag notierte die Internet-Währung 2,5 Prozent im Plus bei 49.478 Dollar. „Viele Anleger haben an der 50.000-Dollar-Marke offensichtlich ein persönliches Limit gesetzt“, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research.

Noch vor einer Woche hatte der Bitcoin bei unter 38.100 Dollar notiert, um nachfolgend wieder an Wert zu gewinnen. Das entspricht einem Anstieg von rund 30 Prozent. Erst vor zwei Monaten hatte der Bitcoin seine Bestmarke von 2017 übertroffen und die Schallmauer von 20.000 Dollar durchbrochen. Kurz darauf übersprang die Cyberwährung die Hürden bei 30.000 und 40.000 Dollar.

  • Die ausführliche Analyse zur Bitcoin-Rally: Unternehmensmeldungen tragen dazu bei, den Bitcoin in der Finanzwelt zu etablieren.

11. Februar 2021 – Bitcoin-Kurs fällt leicht – Mastercard will Kryptowährungen als Zahlungsmittel anerkennen

Laut Analysehaus Coinmarketcap liegt der Bitcoin am Mittag bei 45.504 Dollar. Die Marktkapitalisierung beträgt mittlerweile 846 Milliarden Dollar. Damit sinkt der Kurs leicht im Vergleich zum Höchststand am 9. Februar 2021.

Der Kreditkartenanbieter Mastercard will noch in diesem Jahr mit der Öffnung seines globalen Netzwerks Kryptowährungen unterstützen. Durch den Schritt „werden sich eine Menge mehr Möglichkeiten für Käufer und Händler auftun, da sie in einer völlig neuen Form bezahlen können“, teilte der Zahlungsabwickler am Mittwoch mit.

Händler könnten neue Kunden erschließen, die bereits auf die digitalen Vermögenswerte setzen. Allerdings würden nicht alle Kryptowährungen von Mastercard unterstützt werden, da viele der virtuellen Zahlungsmittel erst noch ihre Compliance-Maßnahmen verschärfen müssten.

9. Februar 2021 – Bitcoin erreicht neuen Rekord und knackt die 48.000-Dollar-Marke

Die weltweit wichtigste Cyberdevise verteuerte sich laut Daten des Analysehauses Coinmarketcap in den vergangenen 24 Stunden um über 20 Prozent auf bis zu 48.004 Dollar. Zuletzt kostete ein Bitcoin rund 46.400 Dollar. Die Marktkapitalisierung beträgt mittlerweile 875 Milliarden Dollar. Der Bitcoin profitiert noch immer vom milliardenschweren Investment von Tesla-Chef Elon Musk. Der Elektroautobauer hat mehr als 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert. Außerdem will Tesla den Bitcoin als Zahlungsmittel für seine Produkte akzeptieren.

Die von Musk ausgelöste Dynamik sorgt für immer neue Kursfantasien. Bitcoin-Futures spiegeln die Erwartung wider, dass die Digitalwährung bereits in den nächsten Wochen die Hürde von 50.000 Dollar passiert. Parallel dazu lösen Shortseller vermehrt ihre Wetten auf fallende Kurse auf, zeigen Daten des Finanzdienstleisters Bloomberg.

8. Februar 2021 – Tesla investiert 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin

Tesla investiert mehr als 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin – und will die Kryptowährung künftig unter bestimmten Voraussetzungen als Zahlungsmittel für seine Produkte akzeptieren. Tesla habe Bitcoin gekauft, um „mehr Flexibilität zu haben, um die Rendite unseres Bargeldes weiter zu diversifizieren und zu maximieren“, heißt es in einer Meldung des E-Autobauers bei der US-Börsenaufsicht SEC.

Die Nachricht treibt den Kurs der ältesten und wichtigsten Digitalwährung auf ein neues Rekordhoch: Der Preis für einen Bitcoin zieht etwa um 20 Prozent an.

29. Januar 2021 – Tweet von Elon Musk löst Bitcoin-Rally aus

Ein Eintrag von Tesla-Chef Musk auf dem Kurznachrichtendienst Twitter genügt, um eine dynamische Rally bei Kryptowährungen auszulösen. Der Chef des Elektroautobauers hatte schlicht und ergreifend „#bitcoin“ in seiner Twitter-Biografie hinterlegt, ergänzt um das Symbol der weltweit wertvollsten Kryptowährung. In der Folge schoss der Bitcoin-Kurs regelrecht in die Höhe, in der Spitze um über 20 Prozent im 24-Stunden-Vergleich auf 38.406 Dollar.

06. Januar 2021 – Privatanleger treiben Bitcoin-Kurs auf 36.000-Dollar-Marke

Die Nachfrage nach dem Bitcoin ist immens, sowohl bei institutionellen Investoren als auch bei Privatanlegern. Letztere sieht Bitcoin-Experte Timo Emden als die größten Kurstreiber. „Die Privatanleger haben nach wie vor lediglich schlichtweg Angst, etwas zu verpassen, und springen teils mit verbundenen Augen in das kalte Becken“, sagt Emden. „Dass selbst kleinste Rücksetzer prompt als Wiedereinstiegschance wahrgenommen werden, spricht für zahlreiche renditehungrige Spekulanten, welche hinter der Seitenlinie auf Kurseinbrüche warten.“

Der Bitcoin erreicht einen neuen Rekordstand und knackt erstmals die Marke von 36.000 Dollar.

17. Dezember 2020 – Fed-Impulse und Privatanleger treiben Bitcoin-Kurs

Neuer Tag, neues Rekordhoch: So lässt sich die Entwicklung des Bitcoins der vergangenen Tage zusammenfassen. Die Kryptowährung überschreitet erstmals die Grenze von 23.000 Dollar, seit Jahresbeginn hat sich ihr Wert mehr als verdreifacht.

„Die Fed-Impulse haben ihm möglicherweise einen zusätzlichen Kick gegeben, aber seien wir ehrlich: Der Bitcoin hat das nicht nötig“, urteilt Craig Erlam, Senior Market Analyst bei Oanda Europe. „Ein Durchbruch auf über 20.000 US-Dollar könnte für Aufsehen und für starke Kurse zum Jahresende sorgen.“

Die US-Notenbank Fed hatte in ihrer jüngsten Zinssitzung ultraniedrige Zinsen über die Coronakrise hinaus signalisiert und vorerst auf neue Konjunkturspritzen verzichtet.

18. November 2020 – Paypal und Investoren-Interesse treiben Bitcoin-Kurs

Erstmals seit Anfang 2018 steigt die Kryptowährung über die Marke von 17.000 Dollar. Auftrieb erhält der Bitcoin durch das Vorhaben des Bezahldienstes Paypal, seinen Kunden die Zahlung mit Bitcoin und anderen Digitalwährungen zu ermöglichen. Zudem zeigen immer mehr institutionelle Investoren Interesse an Bitcoin und weiteren Kryptowährungen, sogenannten Altcoins.

Ein weiterer Grund für das steigende Vertrauen in die Kryptowährung sehen Analysten in Äußerungen von staatlichen Akteuren: So wurde beispielsweise auf der letzten EZB-Sitzung die Möglichkeit der Einführung des digitalen Euros thematisiert. Laut Marktanalyst Timo Emden lassen solche Spekulationen die Attraktivität des Bitcoins steigen – zumal viele Privatanleger Kryptowährungen als vermeintlich sicheren Hafen betrachten, solange durch die Coronakrise Unsicherheit an den Märkten herrsche, so Emden.

21. Oktober 2020 – Paypal will Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren

Der Zahlungsanbieter Paypal steigt in das Geschäft mit Kryptowährungen ein. Kunden in den USA sollen künftig über die Paypal-Plattform Bitcoin und andere Cyberdevisen kaufen, verkaufen und sie aufbewahren können. Die Nachricht lässt die Kryptowährung auf über 12.800 Dollar steigen – ein neues Jahreshoch.

Bei Wettbewerbern wie Square und Robinhood Markets ist der Handel mit Bitcoin und Co. schon länger möglich, aber Experten gehen davon aus, dass der Einstieg von Paypal den Markt beflügelt. Das Unternehmen aus Kalifornien hat allein im zweiten Quartal Zahlungen von 222 Milliarden Dollar abgewickelt und zählt 346 Millionen Konten.

08. Mai 2020 – Bitcoin steigt vor „Halving“

Erstmals seit zweieinhalb Monaten notiert der Bitcoin wieder über der Marke von 10.000 Dollar. Sollte er die psychologisch wichtige Messlatte dauerhaft überspringen, rechnen Beobachter mit einem weiteren Aufwärtskurs.

„Die Euphorie über das anstehende ,Halving‘ beflügelt“, erklärte Analyst Timo Emden von Emden Research. Gleichzeitig zeige sich „eine Torschlusspanik bei Anlegern“. Viele Investoren hätten Angst, eine Rally zu verpassen, außerdem dürfte der Sprung in die Fünfstelligkeit neue Käufer, etwa institutionelle Investoren, anlocken, so Emden.

Mit „Halving-Event“ bezeichnen Experten die automatische Halbierung der Bitcoin-Menge, die die Produzenten der dezentralen Währung, die „Miner“, für ihre Pflege der Datenbank innerhalb eines bestimmten Zeitraums erhalten. Im Bitcoin-Algorithmus ist die regelmäßige Senkung der Vergütung verankert, um Inflation zu verhindern. Mit dem „Halving“ sinkt das Angebot neu produzierter Münzen, womit tendenziell der Preis steigt. Am 12. Mai soll es zum „Halving“ kommen.

16. März 2020 – Coronakrise schlägt auf Märkte für virtuelle Währungen durch

Der Kurs der wichtigsten Kryptowährung ist deutlich eingebrochen. Wie Daten des Analysehauses Coinmarketcap zeigen, fiel der Bitcoin-Kurs unter die psychologisch wichtige Marke von 5000 Dollar.

Marktbeobachter nahmen kein Blatt vor den Mund und sprachen vom „Crash“ am Kryptomarkt. „Dieser Ausverkauf hat zu einer Kaskade an Ausstiegen geführt. Die überwiegende Mehrheit der Anleger hat sich dafür entschieden, Bargeld zu halten“, sagte etwa Wayne Trench, Chef des Krypto-Brokers OSL der Agentur Bloomberg.

Insbesondere die starken Maßnahmen der US-Zentralbank Fed und die Reisebeschränkungen der US-Regierung hätten Anleger verunsichert, so die Meinung vieler Experten. „Was willst du halten, Bargeld oder Bitcoin?“, lautete die rhetorische Frage von Stephen Innes, Asien-Chefstratege des australischen Zertifikatehauses. „Natürlich will ich Bargeld.“

29. Januar 2020 – Bitcoin profitiert von Unsicherheit am Aktienmarkt durch das Coronavirus

Nach mittlerweile vier bestätigten Fällen des Coronavirus in Deutschland halten sich Anleger zurück. Marktteilnehmer verfolgen weiterhin Nachrichten zur Ausbreitung des Erregers und zu den Gegenmaßnahmen – und versuchen, daraus mögliche Beeinträchtigungen für die Konjunktur abzuleiten.

Profiteur der gegenwärtigen Unsicherheit am Aktienmarkt ist unter anderem die Kryptowährung Bitcoin. Die älteste und wichtigste Cyberdevise steigt auf 9432 Dollar – und ist so teuer wie zuletzt vor drei Monaten.

07. Januar 2020 – Der Beginn der Rally – Geopolitik treibt Bitcoin-Kurs auf 8000 Dollar pro Coin

Ihren Anfang nimmt die Bitcoin-Rally Anfang 2020. Die Spannungen in der Golfregion beflügeln die Cyberdevise. Die älteste und wichtigste Kryptowährung verteuerte sich um mehr als fünf Prozent auf rund 8000 Dollar, der höchste Stand seit sieben Wochen. Am späten Nachmittag notierte sie laut Coinmarketcap bei knapp 7900 Dollar.

„Der Kryptoasset-Markt ist 2020 stark angelaufen“, schrieben die Analysten des Branchenunternehmens Amun. „Hauptgrund waren die zunehmenden geopolitischen Spannungen wegen der Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran.“ Die Kryptowährung werde zunehmend zu einer Art virtuellem Gold, hatten zuletzt auch die Analysten von Bloomberg Intelligence geurteilt, also einem „sicheren Hafen“ in Krisenzeiten.

26. Juni 2019 – Bitcoin erreicht wieder 13.000-Dollar-Marke

Parallel zur Diskussion um die geplante Facebook-Kryptowährung „Libra“ erobert Bitcoin binnen weniger Wochen die Marken von 5000 und 10.000 Dollar zurück. Am 26. Juni markiert die Devise mit 13.895 Dollar ein Eineinhalb-Jahres-Hoch. In der zweiten Jahreshälfte halbiert sich der Kurs wegen des politischen Gegenwinds für Libra aber auf etwa 6300 Dollar.

24. Juli 2018 – Bitcoin knackt die 8000-Dollar-Marke

Der Bitcoin steigt laut Daten des Analysehauses Coinmarketcap über 8000 Dollar. Am Mittag lag der Kurs demnach rund 6,5 Prozent im Plus bei 8189 Dollar und damit so hoch wie seit Mai 2018 nicht mehr.

Auch die meisten anderen großen Digitalwährungen legten zu, wenn auch nicht ganz so stark wie die älteste Cyberwährung.

Viele Anleger von Bitcoin atmen auf – und hoffen auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Im vergangenen halben Jahr mussten sie starke Nerven unter Beweis stellen: Seit Anfang Mai hat der Bitcoin kontinuierlich an Wert verloren. Von knapp 10.000 Dollar war der Kurs bis Juni auf unter 6000 Dollar abgerutscht.

Zwar liegt das im Dezember 2017 erreichte Rekordhoch von rund 20.000 Dollar auch nach der jetzigen Erholung noch weit entfernt. Auf Jahressicht konnten Anleger ihr Investment nun aber mehr als verdreifachen. Und ein baldiger erneuter Absturz ist laut Beobachtern wenig wahrscheinlich.

6. Februar 2018 – Bitcoin stürzt aus Angst vor Regulierung ab und ist nur noch 6000 Dollar wert

2017 explodierte der Kurs: Von 1000 Dollar im Januar ging es bis Mitte November rauf auf mehr als 8000 Dollar. Wer sich Ende 2010 für zehn Cent einen Bitcoin kauft, hält im Dezember 2017 17.000 Euro. Doch dann überhitzt der Markt, Panik bricht aus, auch vor Regulierung. In wenigen Monaten verliert der Coin 85 Prozent seines Höchstwertes.

Anleger bringen Gewinne in Sicherheit und bei den Kryptowährungen setzt sich der Abverkauf fort. Bitcoin gibt an diesem Dienstag um weitere 12 Prozent nach und fällt unter die Marke von 6000 US-Dollar.

Auch rund 600 andere Kryptowährungen stürzen ab. Der Absturz von Bitcoin allein verbrennt rund 500 Milliarden Euro.

17. Dezember 2017 – Bitcoin ist mehr als 20.000 Dollar wert; Marktwert bei 335 Milliarden Dollar

Der Bitcoin ist nicht aufzuhalten: Die Kryptowährung hat am Sonntagmittag auf verschiedenen Börsen zum ersten Mal die Marke von 20.000 Dollar durchbrochen. Der neue Rekord kam pünktlich zum Start weiterer Bitcoin-Futures.

In der Nacht zu Montag beginnt der Handel an der Chicagoer CME, der weltgrößten Börse für Terminkontrakte. Der Marktwert der weltgrößten Kryptowährung liegt damit bei 335 Milliarden Dollar. Damit hat der Bitcoin-Kurs in diesem Jahr um mehr als 2500 Prozent zugelegt.

Der unglaubliche Aufstieg der digitalen Währung hat Regulierungsbehörden überall auf der Welt alarmiert. In den USA hat die Steuerbehörde IRS einen Rechtsstreit gewonnen und kann nun von Coinbase, der größten Kryptobörse des Landes, Informationen über bestimmte Nutzer anfordern, die in den Jahren 2013 bis 2015 größere Summen gehandelt haben. Die US-Börsenaufsicht SEC und die Derivate-Aufsicht CFTC hat Investoren ebenfalls vor zu viel Hype gewarnt und drängt Anleger, nicht blind in sogenannte virtuelle Börsengänge (ICOs) zu investieren.

28. Februar 2014 – Bitcoin-Plattform Mt.Gox geht pleite – die Währung sinkt auf 570 Dollar

Die einst größte Handelsplattform, Mt.Gox, hat einen Insolvenzantrag gestellt. Mt.Gox hatte Schulden von rund 6,5 Milliarden Yen (46,6 Mio Euro). Mt.Gox-Chef Michael Karpeles räumte ein, dass Anfang Februar bei einen Online-Angriff von Unbekannten möglicherweise Bitcoins entwendet worden seien.

Den Angaben zufolge verschwanden Bitcoins im Wert von 11,4 Milliarden Yen (81 Mio. Euro) sowie Einlagen im Wert von 2,8 Milliarden Yen (20 Mio Euro), die zum Erwerb der digitalen Währung vorgesehen gewesen seien. Bereits seit Anfang Februar kommen Nutzer nicht mehr an ihre Konten bei Mt.Gox heran.

Laut einem im Internet veröffentlichten Papier könnten mehr als 740.000 Bitcoins zum aktuellen Wert von über 300 Millionen Dollar fehlen. In einem Chat-Protokoll, das unter anderem „Fox Business“ veröffentlichte, hatte Karpeles eingeräumt, dass das Dokument „mehr oder weniger“ seriös sei.

Zuletzt notierte der Kurs bei 570 Dollar. Die Schließung von Mt.Gox stürzte die Währung in eine Vertrauenskrise.

27. November 2013 – Bitcoin steigt erstmal über 1000-Dollar-Marke

Der Kurs der virtuellen Währung Bitcoin hat am Handelsplatz Mt. Gox erstmals die Marke von 1000 Dollar geknackt – getrieben von Spekulanten, die angesichts der zunehmenden Akzeptanz die virtuellen Währung aufkaufen.

Der Bitcoin-Kurs kletterte auf bis zu 1044 Dollar. Damit stieg die Währung seit Jahresbeginn um mehr als das 80-Fache.

Grund für die Rally ist das zunehmende Interesse von Anlegern in China und den USA, während immer mehr Händler Bitcoins akzeptieren. „Meilensteine vermitteln tendenziell eine gewisse Validierung, selbst wenn sie absolut willkürlich sind“, schrieb Nicholas Colas, Chef-Marktstratege von ConvergEx Group. „1000 Dollar für einen Bitcoin zieht Aufmerksamkeit auf sich und gibt den Leuten, die der Währung gegenüber positiv eingestellt sind, einen weiteren Grund den Schwarzsehern mitten ins Gesicht zu lachen.“

Auch wird rückblickend die Zypernkrise als ein Grund für den Anstieg und Akzeptanz der Bitcoin gesehen. Denn die Währung, die über ein frei zugängliches Software-Programm existieren und in keinem Land und durch keine Bankenaufsicht reguliert sind, erhielt immer mehr Vertrauen, während die Banken die Konten ihrer Bürger einfror.

Durch die Entscheidung der Fed, nicht von ihrer ultralockeren Zinspolitik abzurücken, wurde der Bitcoin-Kurs gestützt. Foto: dpa
Durch die Entscheidung der Fed, nicht von ihrer ultralockeren Zinspolitik abzurücken, wurde der Bitcoin-Kurs gestützt. Foto: dpa