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Bitcoin-Korrektur: Fällt die Jahresendrally diesmal aus?

·Wirtschaftsjournalist und Techblogger
·Lesedauer: 3 Min.

Die wertvollste Kryptowährung der Welt sorgt mit einer schnellen Korrektur von 20 Prozent wieder einmal für Turbulenzen. Fällt das große Finale dieses Bullenzyklus nun aus?

A representation of the virtual cryptocurrency Bitcoin is seen in this picture illustration taken October 19, 2021. REUTERS/Edgar Su
Kryptowährung Bitcoin: zuletzt mit Licht und Schatten (Foto: REUTERS/Edgar Su)

Eigentlich war alles angerichtet: Anfang November noch sprang Bitcoin bei 69.000 Dollar auf neue Allzeithochs. Alles schien wie am Schnürchen zu laufen – oder wie Bitcoiner so gerne sagen: like clockwork. Denn wie ein Uhrwerk sollte der Preis der wertvollsten Kryptowährung in der saisonal stärksten Zeit des Jahres von nun an eigentlich nach oben laufen – zumindest wenn man diversen Modellen und vor allem der Historie Glauben schenken darf.

Da sind etwa die beiden vorangegangenen Bullenmärkte, in denen Bitcoin jeweils auf den letzten Metern buchstäblich parabolische Kurszuwächse verbuchte. Im November und Dezember 2013 bzw. 2017 legte die Cyberdevise binnen Wochen um mehrere Hundert Prozent zu, um dann ein vierjähriges Hoch zu markieren.

Plan-B-Kursziel ist in weite Ferne gerückt

Wie hoch das in diesem Zyklus ausfallen könnte, hat der bis dato extrem treffsichere Kryptoanalyst Plan B in diesem Jahr anhand eines Chartmodells prognostiziert. Plan B, der das berühmte Stock-to-Flow-Modell (S2F) konzipiert hat, sagt nicht nur im November Kurse von 98.000 Dollar voraus, sondern bis Jahresende eine weitere Kursexplosion bis auf 135.000 Dollar. 

Das Problem: Bei aktuell nicht einmal 60.000 Dollar befindet sich die Leit-Kryptowährung aktuell extrem weit von den Plan B-Prognosen entfernt. Um den Kurszielen zu entsprechen, müsste Bitcoin im November auf wundersame Weise noch um 66 Prozent bzw. 700 Milliarden an Marktkapitalisierung zulegen – wohlgemerkt: in den verbleibenden neun Tagen. Und damit nicht genug: Um dem Kursziel bis Jahresende zu entsprechen, müsste Bitcoin in den nächsten sechs Wochen zulegen. 

Wieder viel Angst im Markt

Krypto-Enthusiasten scheint das nicht anzufechten. Unter den besonders überzeugten Anhängern – den „Moonboys“ – kursieren mitunter noch sportlichere Kursmarken in Richtung von 200.000 Dollar.

Zumindest kurzfristig könnte das Bullenlager einige Argumente auf seiner Seite haben. Nach dem jüngsten Kurssturz von 20 Prozent auf ein kurzfristiges Tief bei rund 55.000 Dollar ist die Angst in den Markt zurückgekehrt, wie der „Angst&Gier-Index“ deutlich macht, der die psychologische Marktverfassung untersucht.

Folgt Bitcoins Comeback-Woche?

Entsprechend wittert die Krypto-Community „Birb Nest“ eine Kaufgelegenheit: Bitcoin sei so überverkauft wie vor fünf Monaten bei Kursen von 30.000 Dollar. Nach einiger Konsolidierung folgte dann im Frühherbst eine spektakuläre Rally, mit deren Fortsetzung die Krypto-Fans nun fest rechnen.

Doch was, wenn sie ausbleibt? In dem Fall dürfte ein Schreckgespenst, das bislang ins nächste Jahr verschoben wurde, plötzlich noch vor Weihnachten auftauchen: der mögliche nächste Bärenmarkt, der sich nach der Halving-Theorie über die Jahre 2022-23 erstrecken könnte. Entsprechend viel steht für Bitcoiner und Kryptobesitzer in den nächsten Tagen und Wochen auf dem Spiel: Es geht nicht nur um die erhoffte Jahresendrally, sondern um den Scheideweg zwischen Bullen- und Bärenmarkt.

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