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Biontech: Erster Patient bekommt einen mRNA-Impfstoff gegen Krebs

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Das Mainzer Unternehmen Biontech ist mit dem Krebsimpfstoffkandidaten BNT111 nun in die zweite Testphase gestartet. Ein erster Patient mit unheilbarem Hautkrebs wurde bereits mit dem Wirkstoff behandelt, gab das Unternehmen bekannt. Insgesamt nehmen 120 Testpersonen an der Studie teil, die die Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von BNT111 im Rahmen einer Hautkrebsbehandlung bei inoperablen Melanomen untersucht.

Ebenso wie der Covid-19-Impfstoff von Biontech nutzt auch das Krebsmittel BNT111 die neuartige mRNA-Technologie. Diese Technologie sorgt dafür, dass die menschlichen Zellen die notwendigen Information zur Proteinproduktion erhalten, die sie benötigen, um die Krankheitserreger zu bekämpfen. BNT111 ist der am weitesten fortgeschrittene Impfstoffkandidat von fünfen, die sich derzeit in der klinischen Entwicklung befinden. Er soll in Kombination mit Libtayo (Cemiplimab), einem monoklonalen Antikörpermedikament zur Behandlung von Hautkrebs, verwendet werden.

Die nun eingeleitete Phase-2-Studie basiert auf positiven Ergebnissen einer Phase-1-Studie mit 89 Testpersonen, die bereits im Juli 2020 in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht wurden. Bereits die erste Studienphase zeigte ein gutes Sicherheitsprofil und hohe Ansprechraten bei 42 Patienten, die mit BNT111 behandelt wurden. Dieses Ergebnis ließ sich sowohl in Hinblick auf die alleinige Behandlung mit BNT111 als auch in der Kombination von BNT111 mit Libtayo beobachten.

„Unsere Vision ist es, die Stärke der körpereigenen Abwehrmechanismen gegen Krebs und Infektionskrankheiten zu nutzen. Wir dürfen nicht vergessen, dass Krebserkrankungen ebenfalls eine große Bedrohung für die globale Gesundheit darstellen, die sogar weitaus schlimmer ist als die derzeitige Pandemie“, sagt Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci laut Pressemitteilung. Das Biotechunternehmen plant im Jahr 2021 sogar noch zwei weitere Phase-2-Studien für mRNA-basierte Impfstoffkandidaten: BNT113 und BNT122.

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