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Bioeier-Betrug: Ermittlungen gegen Geflügel-Verbandschef

Im Skandal um möglicherweise falsch deklarierte Bio- und Freilandeier sind einem Pressebericht zufolge auch gegen den Chef des Niedersächsischen Geflügelwirtschaftsverbandes Ermittlungen eingeleitet worden. Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Justizkreise berichtet, betreibt Wilhelm Hoffrogge im Landkreis Oldenburg einen Hof mit Ackerbau, Pferdezucht, Schweinehaltung und Legehennen in Boden- und Freilandhaltung. Foodwatch kritisierte unterdessen die Informationspolitik der Behörden.

Der Landwirt ist dem Bericht zufolge außerdem Vizepräsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft. Die genauen Vorwürfe gegen ihn sind laut "HAZ" noch unklar.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass die Staatsanwaltschaft in Oldenburg gegen diverse Betriebe wegen Betrugs ermittelt. Nach einem Bericht des "Spiegel" richten sich die Ermittlungen in Niedersachsen gegen 150 Betriebe. Die Unternehmen sollen Vorschriften zur Haltung von Freiland- oder Biolegehennen systematisch verletzt haben und hätten ihre Eier eigentlich nicht unter diesen Bezeichnungen in den Handel bringen dürfen. 50 weitere Ermittlungsverfahren wurden laut "Spiegel" an Staatsanwaltschaften in anderen deutschen Bundesländern abgegeben.

Es sei "nicht hinnehmbar", dass den Verbrauchern offensichtlich über Jahre nicht mitgeteilt worden sei, dass falsch deklarierte Eier im Handel seien, sagte Foodwatch-Lebensmittelexpertin Anne Markwardt im ARD-"Morgenmagazin". Die Kunden hätten deshalb vermutlich "zuviel bezahlt für Eierprodukte, die nicht den Vorgaben entsprachen".

Foodwatch-Expertin Markwardt forderte die Behörden zu mehr Transparenz auf. Nötig sei eine "Veröffentlichungspflicht für die Überwachungsergebnisse der Behörden". Die Verbraucher könnten sich so besser informieren. Darüber hinaus bestünde auch ein "enormer Anreiz" für die Betriebe, "gesetzeskonform zu handeln". Die Verbraucher hätten ein Recht darauf, zu erfahren, wie die Lebensmittelüberwachung arbeitet und zu welchen Ergebnissen sie komme, betonte die Foodwatch-Vertreterin.

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