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Bill Gates fordert Umstellung auf synthetisches Fleisch

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.
Microsoft-Gründer Bill Gates setzt sich für eine fleischlose Zukunft ein. (Bild: Alex Wong/Getty Images)
Microsoft-Gründer Bill Gates setzt sich für eine fleischlose Zukunft ein. (Bild: Alex Wong/Getty Images)

Die Frage des Fleischkonsums ist ein wichtiger Teil eines tragfähigen Klimakonzepts. Bill Gates sprach sich nun dafür aus, dass die Industrienationen komplett auf synthetisches Fleisch umstellen sollten.

Normalerweise liest man in diesen Tagen über Microsoft-Gründer Bill Gates, weil er in kruden Verschwörungstheorien eine Rolle spielt. Doch in einem Interview mit dem Technology Review des Massachusetts-Instituts für Technologie (MIT) widmete Gates sich nun einem anderen dringenden Menschheits-Thema, das nichts mit der Corona-Pandemie zu tun hat.

In seinem neuen Buch "How to Avoid a Climate Disaster" (Deutscher Titel: Wie wir die Klimakatastrophe verhindern), das am gestrigen Dienstag erschien, schreibt Gates über seine Konzepte für eine zukunftsfähige Klimapolitik. Dafür fordert der 65-Jährige ein dramatisches Umdenken, nicht nur von Seiten der Politik, sondern auch von jedem Einzelnen als Konsument, wie er in dem MIT-Interview betonte. Um die CO2-Emissionen zu senken, müssten die reichsten Nationen der Welt zu "100 Prozent auf synthetisches Fleisch" umsteigen, sagte Gates.

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An den Geschmacksunterschied könne man sich gewöhnen. "Und sie sagen, dass sie den Geschmack weiter verbessern werden", fuhr Gates fort. Der grüne Effekt sei es dabei wert, das Verhalten der Menschen langfristig anzupassen und dadurch die Nachfrage zu steigern. Als Beispiel nannte der zweitreichste Mann der Welt die steigende Beliebtheit von Marken wie "Impossible Foods" und "Beyond Meat". Beide haben sich in den letzten Jahren in den Supermärkten als Fleischalternative etabliert.

Die Zukunft der Fleischtheke? Schon jetzt bieten die meisten Supermärkte Fleischalternativen wie diese an. (Bild: Getty)
Die Zukunft der Fleischtheke? Schon jetzt bieten die meisten Supermärkte Fleischalternativen wie diese an. (Bild: Getty)

Gates bleibt optimistisch

Auch durch die Ernährung von Rindern könne man den Methan-Ausstoß um bis zu zwanzig Prozent senken. Doch besonders bei Rindfleisch sieht er wegen der schlechten Klimabilanz keine Alternative: "Ich fürchte, die synthetische Variante wird zumindest für Rindfleisch benötigt." Gates bezeichnet sich in dem Interview trotz der Herausforderungen des Klimawandels als Optimist und glaubt an eine Umkehr der bedrohlichen Entwicklungen: "Ich sehe einen deutlichen Weg dahin. Aber es stimmt, den Menschen zu sagen: 'Ihr könnt keine Rinder mehr haben' wird eine politisch sehr unpopuläre Herangehensweise sein."

Schon seit geraumer Zeit beschäftigt sich Gates mit Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels. In seinem Buch erklärt er mit Hilfe von Experten, wie die Welt das Ziel einer Netto-null-Emission der Treibhausgase erreichen könnte. Er selbst ist mit seiner Initiative "Breakthrough Energy" an Konzepten zur Kommerzialisierung sauberer Energie und anderer klimarelevanter Technologien beteiligt. Diese ist auch an mehreren Firmen zur alternativen Fleischproduktion beteiligt.

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