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Bildungssektor lässt Öffentlichen Dienst wachsen

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der öffentliche Dienst bleibt der größte Arbeitgeber Deutschlands. Vor allem dem Bildungssektor ist es zu verdanken, dass die Zahl der Staatsdiener weiter wächst. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden berichtete, waren zum Stichtag 30. Juni 2018 in Deutschland rund 4,8 Millionen Menschen im öffentlichen Dienst beschäftigt. Das waren 63 000 Menschen oder 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Zwischen 1991 und 2008 war die Zahl der Beschäftigten von 6,7 Millionen auf 4,5 Millionen zurückgegangen. Das lag unter anderem an der Privatisierung von Bahn und Post. Zwischen 2008 bis 2018 war der Staatsdienst wieder um 6,6 Prozent gewachsen. Gründe waren der Ausbau der Kindertagesbetreuung, Personalzuwächse an den Hochschulen und mehr Polizisten.

Am 30. Juni 2018 waren 15 Prozent der Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst befristet beschäftigt, vor allem an Hochschulen. 35 Prozent waren verbeamtet, am häufigsten bei der Polizei. Der Frauenanteil lag bei 57 Prozent, am größten war er bei Erzieherinnen. Insgesamt waren am Stichtag knapp elf Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland bei Bund, Länder, Gemeinden, öffentlich-rechtlichen Einrichtungen oder Sozialversicherungsträgern angestellt, wie die Statistiker anlässlich des Tags der Arbeit am 1. Mai mitteilten.