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Big Four haben ‘Mystik’ um Wirecard genährt: ex-Vorstandschef

·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Der amerikanische Manager, der den Bilanzbetrug der Wirecard AG offenlegte, hat das Vorgehen des Münchner Zahlungsdienstleisters als Strategie skizziert, die darauf abzielte, prominente Berater wie die vier großen Wirtschaftsprüfer zu engagieren, um Kritik abzuwehren.

Wirecard habe eine “Mystik” um sich herum geschaffen, die davon abhielt, unliebsame Fragen zu stellen, sagte Jim Freis, der im Juni 2020 Interim-Vorstandschef bei Wirecard wurde, auf einer Konferenz des CFA Institute.

Ein Teil der Strategie habe darin bestanden, alle vier großen Wirtschaftsprüfer - Ernst & Young LLP, Deloitte LLP, KPMG LLP und PricewaterhouseCoopers LLP - als Prüfer oder Berater an Bord zu holen. Verstärkt worden sei das Problem dadurch, dass die Aufsichtsräte dem Vorstand nicht genug auf den Zahl fühlten. Beigetragen zum Problem hätte auch der Interessenkonflikt zwischen den Bereichen Prüfung und Beratung bei den großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

Freis sagte, es sei sofort klar gewesen, das mit Wirecards Büchern etwas nicht stimmte. Das Unternehmen rutschte in die Insolvenz, nachdem der Betrag von 1 Milliarde Euro nicht auffindbar war. Freis blieb noch bis Dezember bei Wirecard.

Eine seiner Warnungen: nationalstaatliche Regulierung ist von Finanztechnologieunternehmen wie Wirecard abgehängt worden, die global und ortsunabhängig operieren. Wirecard hätte nach den strengeren Regeln für Finanzinstitute überwacht werden müssen und nicht wie ein Technologieunternehmen.

Der Bundestag soll am Donnerstag über eine Reform der Wirtschaftsprüfung abstimmen, die durch den Zusammenbruch von Wirecard angestoßen wurde.

Überschrift des Artikels im Original:Big Four Added to Wirecard ‘Mystique,’ Ex-Boss Says (1)

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©2021 Bloomberg L.P.

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