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Nach Biden-Besuch: Saudischer Kronprinz Mohammed reist nach Athen

ATHEN/RIAD (dpa-AFX) - Gut eine Woche nach dem Besuch von US-Präsident Joe Biden in Saudi-Arabien will dessen Kronprinz Mohammed bin Salman nach Griechenland reisen. Dort sei am Dienstagabend ein Treffen mit dem griechischen Premier Kyriakos Mitsotakis geplant, sagte ein griechischer Regierungssprecher der dpa am Montag. Es ist der erste Besuch des Kronprinzen in der Europäischen Union seit dem Mord am Journalisten Jamal Khashoggi vor bald vier Jahren.

Eine Bestätigung von saudischer Seite gab es für den Besuch zunächst nicht. Unklar blieb zunächst auch, ob der Kronprinz während der Reise noch weitere Stopps in anderen EU-Ländern plant.

In Athen geht es Regierungskreisen zufolge in erster Linie um die wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit der beiden Länder. So hatte Griechenland Saudi-Arabien im vergangenen Jahr bereits eine Batterie von Patriot-Luftabwehrraketen mit mehr als 100 Soldaten Personal zur Verfügung gestellt. Saudi-Arabien kämpft im benachbarten Jemen gegen die Huthi-Rebellen, die von dort aus immer wieder mit Drohnen und Raketen in dem Königreich angreifen.

Khashoggi, der eine Kolumne für die "Washington Post" schrieb, war im Herbst 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul von einem Killerkommando auf brutale Weise getötet worden. US-Geheimdienste sehen den Kronprinzen und faktischen Herrscher Saudi-Arabiens - auch bekannt unter seinem Kürzel MBS - in der direkten Verantwortung. Dieser hat bestritten, die Tötung angeordnet zu haben.

In den Jahren seit dem Mord war der Kronprinz international stark isoliert. Westlichen Staats- und Regierungschefs begegnete er meist nur bei Gipfeltreffen wie im Rahmen der G20-Gruppe. Vor gut einer Woche war US-Präsident Joe Biden aber in das Königreich gereist, wo er den Kronprinzen in der Küstenstadt Dschidda persönlich traf und den Fall Khashoggi nach eigenen Worten auch direkt ansprach.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron war vergangenes Jahr ebenfalls nach Dschidda gereist. Macron versicherte seinerzeit, "über alles" mit dem Kronprinzen gesprochen zu haben "ohne irgendein Tabu". Ob der Mord an Khashoggi direkt zur Sprache kam, sagte Macron nicht.

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