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Vor Biden-Besuch: Saudi-Arabiens Kronprinz zu Besuch in Ägypten

KAIRO (dpa-AFX) - Wenige Wochen vor dem Besuch von US-Präsident Joe Biden in Saudi-Arabien ist dessen Kronprinz Mohammed bin Salman zu einer Reise nach Ägypten, Jordanien und in die Türkei aufgebrochen. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi empfing den Kronprinzen am Montagabend in Kairo, wie das ägyptische Präsidialamt mitteilte. Saudi-Arabien wird von König Salman (86) regiert, der Kronprinz ist aber seit mehreren Jahren faktischer Herrscher des Königreichs.

Die arabischen Verbündeten dürften die Reise unter anderem nutzen zum Austausch über ihre Linie gegenüber Washington vor dem Biden-Besuch. Saudi-Arabien ist traditionell ein enger Verbündeter der Vereinigten Staaten und einer der wichtigsten Ölexporteure weltweit. Bidens Reise sorgt in den USA aber auch für reichlich Kritik. Biden hatte im Wahlkampf 2019 angekündigt, Riad werde für die Tötung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi "einen Preis bezahlen" und zum "Außenseiter" werden. US-Geheimdienste sehen den Kronprinzen als Drahtzieher. Das Königshaus weist das zurück.

Für Ägypten ist Saudi-Arabien einer der engsten Verbündeten und wichtiger Geldgeber. Riad sagte der Regierung in Kairo nach Beginn des Ukraine-Kriegs Finanzhilfen über 15 Milliarden Dollar (14,2 Mrd Euro) zu, um die ägyptische Wirtschaft zu stützen. Der Wüstenstaat am Nil ist hoch verschuldet und leidet wegen des Kriegs in der Ukraine an stark gestiegenen Preisen für Lebensmittel. Für viele Ägypter ist Saudi-Arabien zudem ein wichtiger Arbeitsmarkt.

In Ankara wird der Kronprinz am Mittwoch erwartet. Für die Türkei bedeutet der hohe Besuch aus Riad den nächsten Schritt einer diplomatischen Annäherung nach dem Khashoggi-Mord. Der Journalist war 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden. Die türkische Regierung hatte scharfe Anschuldigungen gegen Riad erhoben und den Mord im eigenen Land verhandelt, den Prozess zur Empörung vieler dann aber an Saudi-Arabien abgegeben. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan war im April erstmals seit dem Mord nach Saudi-Arabien gereist.

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