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Bezos und Zuckerberg verkaufen Aktien in Milliardenhöhe: Schlechte Nachricht für die Börse?

Amazon Gründer Jeff Bezos. - Copyright: Patrick Semansky/AP
Amazon Gründer Jeff Bezos. - Copyright: Patrick Semansky/AP

Jeff Bezos von Amazon, Jamie Dimon von JPMorgan und Mark Zuckerberg von Meta haben allesamt große Teile ihrer Aktien verkauft. Wie kommt das?

Bezos liegt weit vorne, nachdem er in diesem Monat in nur neun Handelstagen 50 Millionen Amazon-Aktien veräußert und damit geschätzte 8,5 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 7,868 Milliarden Euro) eingenommen hat.

Zuckerberg hat in den letzten beiden Monaten des Jahres 2023 fast 1,8 Millionen Aktien seines Social-Media-Imperiums für mehr als 400 Millionen US-Dollar (das sind knapp 370 Millionen Euro) eingelöst.

JPMorgan's Dimon schloss sich in diesem Monat dem Club an. Er gab etwa 822.000 Aktien der von ihm geleiteten Bank für rund 150 Millionen Dollar (also circa 138 Millionen Euro) ab.

Die Verkäufe entsprechen ausgeklügelten Handelsplänen

Die Verkäufe sind aus mehreren Gründen bemerkenswert. Für Dimon sind es die ersten Verkäufe von JPMorgan-Aktien in seinen 18 Jahren als CEO.

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Zuckerberg hatte vor seinen jüngsten Transaktionen seit fast zwei Jahren keine Meta-Aktien mehr verkauft. Bezos hat vor 2019 weniger als drei Milliarden US-Dollar (knapp 2,77 Milliarden Euro) an Aktien pro Jahr verkauft. Anfang 2020 waren es mehr als drei Milliarden US-Dollar in vier Tagen und jetzt fast das Dreifache in neun Tagen.

Meta CEO Mark Zuckerberg. - Copyright: Brendan Smialowski/Getty Images
Meta CEO Mark Zuckerberg. - Copyright: Brendan Smialowski/Getty Images

Alle Verkäufe erfolgten im Rahmen von Handelsplänen, die Monate im Voraus angekündigt wurden. Auf die verlassen sich die Führungskräfte, damit sie Aktien verkaufen können, ohne dass die Anleger denken, sie hätten die Nase voll von schlechten Nachrichten — oder dass die Aktie unhaltbare Höchststände erreicht hat.

Es ist jedoch durchaus möglich, dass Bezos, Zuckerberg und Dimon beschlossen haben, Verkäufe zu tätigen, weil der Wert ihrer Aktien in die Höhe geschossen ist und ein Ausstieg immer mehr Sinn macht.

Die Meta-Aktie ist im vergangenen Jahr um 186 Prozent gestiegen. JPMorgan hat fast 30 Prozent zugelegt und Amazon fast 90 Prozent. Alle drei Unternehmen notieren in der Nähe von Rekordhöhen.

Die Aktienkurse des Trios könnten von nun an nur noch begrenzt steigen, aber Firmenchefs veräußern sich aus vielen Gründen. Zum Beispiel könnte eine hohe Steuerrechnung anstehen, oder sie benötigen Bargeld, um eine große Anschaffung wie eine Villa oder eine Superyacht zu tätigen.

Die eigene Hand im Spiel

Vielleicht möchten sie ihr Portfolio diversifizieren, wenn praktisch ihr gesamtes Vermögen in einer einzigen Aktie steckt. Oder sie wollen ihre Bestände im Rahmen der Ruhestands- oder Erbschaftsplanung neu ordnen.

Dennoch sind sich die Führungskräfte voll und ganz der Botschaft bewusst, die sie an die Märkte senden, wenn sie große Teile der Aktien ihres Unternehmens verkaufen. Warren Buffett hat bekanntlich noch nie eine Aktie von Berkshire Hathaway verkauft.

Er hat gesagt, dass er mehr als 99 Prozent seines Vermögens in Berkshire-Aktien hält, was bedeutet, dass seine Interessen mit denen seiner Aktionäre übereinstimmen. Dieses Maß an "Haut im Spiel" signalisiert sein langfristiges Vertrauen in und sein Engagement für sein Unternehmen.

Berkshire Hathaway CEO Warren Buffett. - Copyright: University of Nebraska-Lincoln
Berkshire Hathaway CEO Warren Buffett. - Copyright: University of Nebraska-Lincoln

Es ist wichtig zu betonen, dass die Verkäufe von Bezos, Zuckerberg und Dimon nur einen kleinen Teil ihrer Anteile ausmachen. Sie sind also immer noch stark in den Erfolg ihrer jeweiligen Unternehmen investiert.

Die Milliardäre haben jedoch keine Aktien gekauft, was darauf hindeuten würde, dass sie glauben, dass das Beste noch vor ihnen liegt und dass sie in ihren persönlichen Portfolios mehr in ihre Unternehmen investieren wollen.

Stattdessen haben sie verkauft, was den Eindruck erwecken könnte, dass ihre Aktien voll bewertet sind — und es an der Zeit ist, Geld vom Tisch zu nehmen.

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