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Bewerbung: Zehn Möglichkeiten, eure größte Schwäche im Vorstellungsgespräch darzustellen

·Lesedauer: 10 Min.

Wer bereits viele Vorstellungsgespräche durchlaufen hat, dürfte wissen, dass Personaler gerne nach persönlichen Stärken und Schwächen fragen. Mithilfe dieser Frage können sie sich ein besseres Bild von euren Fähigkeiten machen und möglicherweise einschätzen, wie gut ihr in das Unternehmen passt.

Natürlich möchte niemand aus der Personalabteilung damit bewirken, dass ihr eure tiefsten Geheimnisse und Zweifel preisgebt. Bei einer erfolgreichen Beantwortung dieser Frage geht es nämlich nicht darum, zu sagen, was euch als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter schwächer macht. Im Gegenteil: Viel wichtiger ist, ein kleines Manko in einem positiven Licht zu erklären, das den betreffenden Charakterzug weniger dramatisch erscheinen lässt.

„Der Schlüssel liegt darin, Schwächen zu benennen, und dabei trotzdem Stärke zu vermitteln. Damit zeigt ihr euren Gesprächspartnern, dass ihr selbstbewusst genug seid, um zu wissen, wo eure Chancen liegen“, heißt es in einem Beitrag der Jobplattform „Indeed“. Darin wurden zehn Antwortmöglichkeiten zusammengestellt, wie ihr am besten auf die Frage nach euren größten Schwächen reagieren könnt.

1. "Gelegentlich konzentriere ich mich zu sehr auf Details."

Ein Hang zur Detailgenauigkeit kann bedeuten, dass es euch wichtig ist, Aufgaben sorgfältig zu erledigen. Allerdings kann dieser Charakterzug auch den Anschein erwecken, dass ihr die Tendenz habt, euch in Details zu verlieren und damit Schwierigkeiten habt, Prioritäten zu setzen. Und darunter könnte womöglich euer Arbeitstempo leiden. Um sicherzustellen, dass die Personalabteilung eure Detailgenauigkeit positiv bewertet, lautet die Empfehlung in dem "Indeed"-Beitrag, „zu erklären, wie ihr euch in diesem Bereich verbessert, indem ihr euch auf das große Ganze“ des Unternehmens konzentriert. Ihr nehmt also bereits einer möglichen negativen Bewertung eurer Schwäche den Wind aus den Segeln.

Entsprechend könntet ihr sagen: „Meine größte Schwäche ist, dass ich mich gelegentlich zu sehr auf die Details eines Projekts konzentriere und zu viel Zeit damit verbringe, die kleinsten Aspekte zu analysieren. Ich habe jedoch versucht, mich in diesem Bereich zu verbessern, indem ich mir diese Neigung eingestehe und mir die Möglichkeit gebe, mich wieder auf das große Ganze zu konzentrieren. Auf diese Weise kann ich verhindern, dass die Eigenschaft Auswirkungen auf meine Produktivität und Arbeitstempo hat und kann schließlich damit bewirken, dass ich die Qualität meiner Arbeit sicherstelle.“

2. "Es fällt mir schwer, ein Projekt loszulassen."

Wenn eure Schwäche darin besteht, ein Projekt, in das ihr viel Mühe und Zeit investiert habt, zu beenden und loszulassen, solltet ihr in einem Vorstellungsgespräch die positiven Auswirkungen dieser Eigenschaft betonen. So könnt ihr beispielsweise hervorheben, dass dieser Charakterzug dazu beitragen kann, Fehler in zukünftigen Arbeiten zu vermeiden, die ihr anfangs nicht gesehen habt. Aber Achtung: Ihr solltet bei der Erwähnung dieser Tendenz darauf achten, dass die Personalabteilung nicht den Eindruck bekommt, ihr hättet ein Problem mit der Einhaltung von Terminen und Fristen. Betont daher, dass ihr euch auch immer Fristen für Veränderungen setzt.

Laut "Indeed" könnt ihr beispielsweise Folgendes sagen: „Meine größte Schwäche ist, dass es mir manchmal schwerfällt, ein Projekt loszulassen. Ich bin die größte Kritikerin meiner eigenen Arbeit. Ich finde immer etwas, das verbessert oder geändert werden muss. Um mich in diesem Gebiet zu verbessern, setze ich mir Fristen für meine Überarbeitungen. So kann ich sichergehen, dass ich keine Änderungen in letzter Minute vornehme.“

3. "Ich sage nicht gerne ‚Nein‘."

Wenn ihr, wie viele andere, nicht wisst, wie man ‚Nein‘ zu einem neuen Projekt, einer neuen Aufgabe oder der Bitte von Mitgliedern eures Teams sagt, kann diese Einstellung dazu führen, dass ihr euch zu sehr verausgabt. Solltet ihr diese Eigenschaft als Schwäche in einem Vorstellungsgespräch angeben, rät das Jobportal, den Personalern mitzuteilen, wie ihr vorgeht, um eure Zeit besser einzuteilen und realistische Erwartungen zu haben.

Ihr könntet beispielsweise ausführen: „Meine größte Schwäche ist, dass es mir mitunter schwerfällt, ‚Nein‘ zu sagen, und ich gerne mehr Aufgaben übernehme, als ich bewältigen kann. In der Vergangenheit hat dies dazu geführt, dass ich mich sehr gestresst oder ausgebrannt gefühlt habe. Um mich allerdings in dieser Hinsicht zu bessern, verwende ich eine App zum persönlichen Projektmanagement. Damit kann ich jederzeit sehen, an wie vielen Dingen ich arbeite und wie viel Kapazität ich noch habe, um weitere Aufgaben zu übernehmen.“

4. "Ich werde ungeduldig, wenn Fristen verlängert werden."

Veränderungen von Fristen können frustrierend sein. Vor allem, wenn sie immer wieder hinausgeschoben werden. Solltet ihr euch darüber stark aufregen, erklärt ihr diese Eigenschaft am besten, indem ihr betont, welchen besonderen Wert ihr darauf legt, gesetzte Fristen einzuhalten. Somit könnt ihr das Hervorheben der Frustration, die ihr empfindet, wenn das nicht der Fall ist, umgehen.

"Indeed" zufolge solltet ihr sagen: „Meine größte Schwäche ist, dass ich ungeduldig werde, wenn Projekte über den ursprünglich vereinbarten Termin hinaus verlängert werden. Ich halte mich sehr genau an Fristen und fühle mich unwohl, wenn die Arbeit nicht rechtzeitig fertig wird. Um dies zu vermeiden, habe ich begonnen, proaktiver zu sein und darauf zu achten, wie ich auf die Menschen um mich herum reagiere. Ich möchte eine Vorbildfunktion einnehmen, meine Kolleginnen und Kollegen motivieren und zu mehr Effizienz beitragen.“

5. "Ich könnte in einigen Bereichen mehr Erfahrung gebrauchen."

Niemand ist perfekt. Alle Menschen haben Stärken. Alle Menschen haben Schwächen. Und mit einigen Bereichen kennt man sich nicht aus. "Indeed" rät: „Wenn ihr eine Schwäche oder einen Bereich nennt, von dem ihr glaubt, dass ihr euch darin verbessern müsst, signalisiert euren Gesprächspartnern damit gleichzeitig, dass ihr euch eurer selbst bewusst seid und euch gerne selbst herausfordert.“ Ihr solltet lediglich darauf achten, keine Schwächen zu nennen, die in der Ausschreibung explizit als Schlüsselqualifikation genannt werden.

6. "Manchmal fehlt es mir an Selbstvertrauen."

Mangelndes Selbstvertrauen kommt häufiger vor, als viele denken. Sollte dies jedoch überhand nehmen, kann es sich auf die Gesamtleistung des Unternehmens auswirken. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn es euch schwerfällt, eure persönlichen Standpunkte zu äußern, die einige Vorgänge verbessern könnten. Solltet ihr diese Eigenschaft als eure Schwäche empfinden, empfiehlt "Indeed" zu betonen, warum ihr Vertrauen schätzt und wie ihr daran arbeitet, eure Zurückhaltung zu überwinden. Gleichzeitig stellt ihr noch mal objektiv eure Stärken und Errungenschaften vor:

„In der Vergangenheit hatte ich manchmal Probleme mit meinem Selbstvertrauen. Geholfen hat mir, über den Einfluss, den ich auf mein Team und mein Unternehmen hatte, Buch zu führen. So konnte ich besser verstehen, warum ich Vertrauen in die einzigartigen Fähigkeiten und Talente haben muss, die ich mitbringe. Schließlich wurde ich mithilfe dieser Technik deutlich selbstbewusster am Arbeitsplatz. So konnte ich erst vor Kurzem meinem alten Team meine Idee für ein neues Finanzierungsverfahren vorstellen, wodurch sich die Zeit für die Planung unseres Jahresbudgets um zehn Prozent verkürzt hat.“

7. "Es fällt mir schwer, um Hilfe zu bitten."

Um Hilfe zu bitten, wenn man sie braucht, oder zu wissen, wie man Aufgaben delegiert, zeigt ein klares Bewusstsein für die eigene Professionalität. Es kann dem Team helfen, Ineffizienz zu vermeiden. Solltet ihr auf die Frage nach eurer größten Schwäche antworten, dass es euch schwer fällt, um Hilfe zu bitten, könnt ihr gleichzeitig erklären, für wie wichtig ihr diese Eigenschaft an sich erachtet. Dabei solltet ihr ebenfalls hinzufügen, wie ihr diese Fähigkeit verbessern wollt. Eine mögliche Antwort könnte lauten:

„Da ich unabhängig bin und gerne schnell arbeite, fiel es mir in der Vergangenheit schwer, um Hilfe zu bitten, wenn ich sie brauchte. Aber ich habe gelernt, dass es für mich und das Unternehmen von deutlichem Vorteil ist, mich zu melden, wenn ich etwas nicht verstehe oder mich durch meine Arbeitsbelastung erschöpft fühle. Ich bin mir darüber bewusst, dass ich von vielen guten Kolleginnen und Kollegen umgeben bin, die über spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen und meine Arbeit verbessern können. Wenn ich weiter daran arbeite, bin ich in der Lage, qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten, weil ich die Hilfe und Expertise der Menschen um mich herum in Anspruch nehme.“

8. "Mir ist es in der Vergangenheit schwergefallen, mit bestimmten Persönlichkeitstypen zusammenzuarbeiten."

Einer der Soft Skills, die die meisten Unternehmen sehen wollen, ist Teamfähigkeit. Wenn ihr also Schwierigkeiten habt, mit bestimmten Persönlichkeitstypen zusammenzuarbeiten, könnte euch das Punkte bei eurer Gesamtbewertung kosten. Im Blogbeitrag von "Indeed" wird daher empfohlen, "die Persönlichkeitstypen zu erläutern, mit denen ihr in der Vergangenheit Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit hattet". Wichtig dabei sei allerdings, die Gründe für dieses Empfinden zu nennen. Anschließend solltet ihr im Gespräch darstellen, wie ihr eure Kommunikation und euren Arbeitsstil schließlich aber angepasst habt, um mit diesen Kollegen besser auf ein gemeinsames Ziel hinzuarbeiten.

Die mögliche Antwort könnte also lauten: „In der Vergangenheit fand ich es manchmal herausfordernd, mit aggressiven Persönlichkeiten zusammenzuarbeiten. Ich bin mir zwar bewusst, dass ein vielfältiges Team ein starkes Unternehmen ausmacht. Doch neige ich bei lauteren Kolleginnen oder Kollegen dazu, meine eigenen Ideen und Meinungen nicht zu äußern. Um das zu ändern, habe ich mir vorgenommen, mehr Zeit mit den Angestellten zu verbringen, mit denen ich nicht so gerne zusammenarbeite. Ich erhoffe mir davon, mehr über sie, ihren Kommunikationsstil und ihre Motivation zu lernen, damit ich daran anschließend einen besseren Umgang mit ihnen finde.“

9. "Gelegentlich fällt es mir schwer, das richtige Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu finden."

Eine gute Work-Life-Balance ist wichtig, um bei der Arbeit motiviert und konzentriert zu bleiben. Es kann zwar durchaus einen guten Eindruck erwecken, wenn ihr zeigt, wie sehr ihr euch für die Arbeit einsetzt. Doch ist das meist nicht auf Dauer realisierbar. Erholung, Urlaub und Privatleben sind wichtig, um genug Energie für die Arbeit zu haben.

Wenn ihr im Vorstellungsgespräch hervorheben wollt, dass euch der Ausgleich gelegentlich schwer fällt, solltet ihr erwähnen, wie ihr gelernt habt, das Arbeitsleben mit dem Privatleben in Einklang zu bringen. Beispielsweise könnt ihr sagen: „Da ich meinen Job wirklich liebe und ehrgeizige Karriereziele habe, kann es für mich schwierig sein, eine gesunde Work-Life-Balance zu halten. Ich habe jedoch festgestellt, dass es sich negativ auf meine Motivation und Konzentration auswirkt, wenn ich meine persönlichen Bedürfnisse ignoriere. Aus diesem Grund habe ich mir vorgenommen, in meinem Terminkalender Timeslots zu schaffen, die für andere Aktivitäten und meine Familie bestimmt sind. Darüber hinaus hilft es, kleine Maßnahmen zu ergreifen. So stelle ich mittlerweile zum Beispiel mein Telefon auf lautlos, während ich esse. Wenn ich einen guten Ausgleich aufrechterhalte, habe ich festgestellt, arbeite ich deutlich schneller und effizienter.“

10. "Ich mag es nicht, mit Ungewissheiten zu arbeiten."

Manche Menschen kommen gut damit zurecht, in einem sehr offenen Arbeitsumfeld zu arbeiten. Andere brauchen klar definierte Aufgaben und Vorgaben. Solltet ihr zu der zweiten Gruppe gehören, könnt ihr dies in euren Bewerbungsgesprächen zum Ausdruck bringen, indem ihr all die Erfolge hervorhebt, die ihr im Rahmen der von euren Vorgesetzten festgelegten Leitlinien erzielt habt. Fügt anschließend aber auch hinzu, wie ihr im Umgang mit unklaren Zielen Fortschritte macht:

„In meiner vorigen Anstellung habe ich festgestellt, dass mein Vorgesetzter mir stets sehr genaue Anweisungen gegeben hat. Da ich es gewohnt bin, klare Vorgaben zu erhalten, neige ich dazu, unsicher zu werden, wenn ich unklare Aufgaben oder ein uneindeutiges Ziel angehe. Mein Ziel ist es daher, mich nicht nur wohl zu fühlen, sondern auch erfolgreich mit diesen Unklarheiten zu arbeiten. Um dies zu erreichen, habe ich mir einen persönlichen Leitfaden geschaffen. Darin enthalten ist unter anderem, wie ich Arbeitsschritte strukturiert angehe und mir Ratschläge von Fachleuten einhole, falls ich welche benötige. Diese Vorgehensweise hat mir geholfen, mich bei der Arbeit an unklaren Aufgaben oder bei weniger spezifischen oder definierten Zielen zu behaupten.“

Zusammengefasst lässt sich über alle angeführten Schwächen sagen: Was auch immer ihr als euer Manko empfindet: Wichtig ist, dass ihr euch in den Gesprächen auf die Lösungsansätze und Fortschritte konzentriert.

Dieser Artikel wurde von Julia Knopf aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.

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