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Betriebsärzte sehen sich gut gerüstet für Corona-Impfungen in Unternehmen

·Lesedauer: 2 Min.
Auch Betriebsärzte starten mit Corona-Impfungen

Mit dem Wegfall der Priorisierung von einzelnen Bevölkerungsgruppen beginnen nun auch in Unternehmen deutschlandweit die Corona-Impfungen. Der Verband der Deutschen Betriebs- und Werksärzte (VDBW) sieht die Mediziner dabei gut gerüstet - verweist zugleich aber auf die noch geringe Menge an zur Verfügung stehenden Impfstoffen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) äußerte gleichwohl die Hoffnung auf monatlich drei Millionen Impfungen allein durch Betriebsärztinnen und Betriebsärzte.

"Wir sind zunächst mal froh, dass es jetzt endlich losgeht, weil die Nachfrage aus den Betrieben ist groß", sagte VDBW-Präsident Wolfgang Panter am Montag dem Bayerischen Rundfunk. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen sei indes "überschaubar klein".

Dennoch sei es sinnvoll, dass die Betriebsärzte jetzt mitimpfen. "Wir haben einen direkten Zugang zu Belegschaften", sagte Panter in der Sendung "Radiowelt am Morgen". "Aber natürlich muss die Impfplanung sich den entsprechenden Dosen anpassen", fügte er hinzu. "Sie müssen im Betrieb überlegen, mit welchen Gruppen beginne ich. Das ist sicherlich eine Gemeinschaftsaufgabe gerade zwischen Unternehmensleitungen und den Betriebsräten und Personalvertretungen."

Mit Blick auf die Menschen, die geimpft werden wollen, sagte Panter: "Wir würden empfehlen, dort nach einer Gefährdungsbeurteilung vorzugehen. Das heißt, wo die Risiken größer sind, dort zu beginnen." Die Betriebsärzte sollen in der ersten Woche nach Wegfall der Priorisierung zunächst rund 700.000 Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer bekommen.

"Das wird nochmal einen deutlichen Unterschied machen", sagte Altmaier den Sendern RTL und n-tv. Er begrüßte die Einbeziehung der Betriebsärztinnen und -ärzte als "weiteren großen Fortschritt in der Impfstrategie". Sorge wegen der knappen Impfdosen habe er nicht, sagte der Minister. Allein die 700.000 sei "eine beträchtliche Zahl" diese werde künftig noch größer werden. Altmaier wies darauf hin, dass nicht nur die Beschäftigten selbst geimpft werden könnten, sondern auch deren Angehörige.

"Es ist ein gutes Zeichen, dass es nun endlich losgeht. Die Betriebe stehen schon lange in den Startlöchern und sind sehr gut vorbereitet", erklärte auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). "Neben den Impfzentren und den Hausärzten können auch die Betriebsärzte als dritte Säule der Impfmöglichkeiten zur Bewältigung der Corona-Pandemie beitragen", betonte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

bk/jm