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Das ist der Betrag, den ihr sparen müsst, um finanziell frei zu sein, laut einem Finanzplaner

Colin Overweg hält nichts davon, sich möglichst viel vom Einkommen abzuzwacken, um irgendwann mal finanziell frei zu sein. - Copyright: Colin Overweg
Colin Overweg hält nichts davon, sich möglichst viel vom Einkommen abzuzwacken, um irgendwann mal finanziell frei zu sein. - Copyright: Colin Overweg

Es gibt nicht den einen Weg, um gewisse Finanzziele bis zum Ruhestand zu erreichen – je nach euren individuellen Lebensumständen und Zielen kann dieser oftmals stark von den Wegen anderer Personen abweichen.

Einige Strategien, um für den Ruhestand zu sparen, können sehr ambitioniert sein. Um einen möglichst hohen Betrag anzusparen, versuchen manche Arbeitnehmer, bis zu 50 Prozent ihres monatlichen Einkommens auf die hohe Kante zu legen.

Andere Sparer wiederum setzen auf Nebenbeschäftigungen und mehrere Einkommensströme. Das ermöglicht es den jeweiligen Personen zwar, von der Vollzeit- zur Teilzeitarbeit zu wechseln und sich auf Dinge zu konzentrieren, die ihnen wichtig sind, es kann aber auch eines hohes Maß an Stress verursachen und gar zu Burnout führen.

Und dann sind da noch die Personen, die sehr wenig bis gar nichts für ihren Ruhestand sparen.

Letzteres gilt insbesondere für Arbeitnehmer der Generation X – also Arbeitnehmer, die zwischen 40 und 50 Jahre alt sind.

Wie viel ihr für den Ruhestand sparen solltet, hängt stark von eurem Alter, eurem aktuellen Einkommen, euren individuellen Bedürfnissen und eurem Wohnort ab. Allerdings gibt es einige allgemeine Faustregeln, an denen ihr euch orientieren könnt.

Eine davon ist die sogenannte 25x-Regel. Dabei multipliziert ihr euer erforderliches Jahreseinkommen mit 25 und spart diesen Betrag für euren Ruhestand. Ähnlich verhält es sich mit der Vier-Prozent-Regel, die besagt, dass eure jährliche Abhebungsrate nicht mehr als vier Prozent des Gesamtbetrags auf eurem Alterskonto betragen sollte, wenn die Ersparnisse für die gesamte Dauer eures Ruhestands ausreichen sollen.

Ebenso gibt es Vorschläge, bis zum 30. Lebensjahr mindestens ein Jahresgehalt angespart zu haben oder die Beitragssätze für das Rentenkonto stetig zu erhöhen, je näher der Ruhestand rückt.

Laut Colin Overweg, einem Finanzplaner aus Kalifornien, gibt es jedoch eine einzige Faustregel, die er den meisten seiner Kunden empfiehlt: Spart jedes Jahr 20 Prozent eures Einkommens für den Ruhestand. Die übrigen 80 Prozent könnten dann im laufenden Monat komplett ausgegeben werden.

Warum ihr 20 Prozent eures Einkommens für die Altersvorsorge sparen solltet

Overweg sagt, dass es dabei vor allem darum gehe, das Sparen zu einer Gewohnheit zu machen.

„Die meisten Menschen bauen sich eine Altersvorsorge auf, in dem sie konsequent sparen“, so Overweg. „So etwas wie ein Lottogewinn oder ein gewinnbringender Aktienkauf sind da die Ausnahme.“ Er halte 20 Prozent für den idealen Prozentsatz, den man bereits ab 25 oder 30 Jahren sparen könne und der gleichzeitig das Maß an finanziellen Rücklagen generiere, die man im Ruhestand benötige.

„In der absoluten Theorie müsstet ihr etwa das 25-Fache eurer Ausgaben sparen, um finanziell unabhängig zu sein“, rechnet Overweg vor. Fange man früh genug damit an, 20 Prozent des Einkommens zu sparen, könne dieser Betrag bis zur Rente erreicht werden. „Wenn ihr ab eurem 30. Lebensjahr konsequent 20 Prozent in eure Altersvorsorge investiert, könnt ihr mit etwa 55 oder 60 Jahren finanziell unabhängig sein.“

Beim Thema Altersvorsorge ist es allerdings immer besser, so früh wie möglich mit dem Sparen zu beginnen. Der Zinseszins, den ihr dadurch bereits innerhalb von 20 Jahren verdienen könnt, kann einen Schneeballeffekt auf euren Kontostand haben und sich im Laufe der Jahre merklich auf euer Rentenkonto auswirken.

Kathleen Elkins
Kathleen Elkins

Wieso ihr die anderen 80 Prozent getrost ausgeben solltet

„Manche Menschen können sich noch so sehr auf die Einhaltung ihres Budgets konzentrieren, sie schaffen es dennoch nicht, für das Alter vorzusorgen“, sagt Overweg. „Wenn ihr konsequent einen gewissen Fixbetrag – etwa 20 Prozent – zurücklegt, könnt ihr den Rest eures Einkommens ausgeben, wie ihr möchtet.“

Overweg beschreibt seinen Ansatz zur Altersvorsorge als „ganzheitlich“ und betont, dass der Ruhestand eine Zahl und kein Alter sei und dass diese Zahl auf viele unterschiedliche Arten erreicht werden könne.

„Finanzberater tun sich leicht damit zu sagen, dass jemand in der Lage sein müsse, mit 62 Jahren in Rente zu gehen“, sagt Overweg. Für ihn persönlich sei es wichtiger, dass seine Kunden ihr „reichstes Leben“ in ihren 20ern, 30ern, 40ern und 50ern führten als einem komplexen und restriktiven Sparplan zu folgen, der nicht wirklich ihren Bedürfnissen entspreche.

Disclaimer: Aktien, Kryptowährungen und Investments sind grundsätzlich mit Risiko verbunden. Auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Die veröffentlichten Artikel, Daten und Prognosen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten. Sie ersetzen auch nicht eine fachliche Beratung.

Dieser Text wurde von Anika Faber aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.