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"Bester Tag aller Zeiten": Jeff Bezos schließt Weltraumflug erfolgreich ab und landet wieder sicher auf der Erde

·Lesedauer: 3 Min.
New Shepard startet mit Jeff Bezos an Bord in den Weltraum.
New Shepard startet mit Jeff Bezos an Bord in den Weltraum.

15:31 Uhr: Jeff Bezos verlässt als Erster die Kapsel. Die Crewmitglieder und ihre Angehörigen liegen sich in den Armen.

Jeff Bezos, Oliver Daemen und Wally Funk beim Ausstieg aus der Weltraumkapsel.
Jeff Bezos, Oliver Daemen und Wally Funk beim Ausstieg aus der Weltraumkapsel.

15:24 Uhr: Jeff Bezos spricht über Funk aus der Kapsel vom "besten Tag aller Zeiten".

15:22 Uhr: Die beiden Bezos-Brüder, Wally Funk und Oliver Daemen sind erfolgreich wieder auf der Erde gelandet.

15:16 Uhr: New Shepard erreicht den Weltraum. Bezos und die Crewmitglieder erleben nun Schwerelosigkeit.

15:15 Uhr: Dann trennt sich der Raketenantrieb von der Kapsel und gibt ihr einen letzten Schub über die Kármán-Linie hinaus - eine imaginäre Grenze von 100 Kilometern über dem Meeresspiegel, an der für viele Experten der Weltraum beginnt.

15:12 Uhr: Bezos startet mit seinem Raumschiff in den Weltraum.

15:00 Uhr: Der Start des Raumschiffs verspätet sich um 12 Minuten.

Der nächste Milliardär ist ins All gestartet: Nur rund zehn Tage nach Richard Branson ist heute auch Amazon-Gründer Jeff Bezos mit seinem Raumschiff in den Weltraum geflogen. Der Start sollte ursprünglich um 15 Uhr deutscher Zeit stattfinden, verspätete sich jedoch um 12 Minuten und verlief dann reibungslos.

Bei dem ersten bemannten Weltraumflug seiner Firma Blue Origin ist neben dem US-Unternehmer auch sein Bruder Mark sowie die 82 Jahre alte frühere US-Pilotin Wally Funk und der 18-jährige Niederländer Oliver Daemen, dessen Vater ihm den Flug geschenkt hat, an Bord. Dass Bezos seinen Flug ausgerechnet am 20. Juli durchführt, ist übrigens kein Zufall: Vor genau 52 Jahren fand die erste Mondlandung statt.

https://twitter.com/blueorigin/status/1417475908215189504

Die Rakete hob vom Boden ab und jagte drei Minuten lang mit einer Höchstgeschwindigkeit von 3,595 km/h durch die Atmosphäre. Bezos und seine Begleiter wurden in ihre Sitze gedrückt, als das Gefühl der Erdanziehung dreimal stärker wurde als normal. Dann trennte sich der Raketenantrieb von der Kapsel und gab ihr einen letzten Schub über die Kármán-Linie hinaus - eine imaginäre Grenze von 100 Kilometern über dem Meeresspiegel, an der für viele Experten der Weltraum beginnt.

Die Passagiere flogen etwa drei Minuten schwerelos in der Kapsel. Bezos und seine Begleiter durften kurzzeitig ihre Sitze verlassen, um in der Schwerelosigkeit zu schweben. Lachen und Jubel war zu hören. "Ihr habt eine sehr zufriedene Crew hier oben", sagte Bezos zu den Missionsleitern beim Abstieg. Zehn Minuten und zehn Sekunden nach dem Start landete die Kapsel erfolgreich in der westtexanischen Wüste.

Die 82-jährige frühere US-Pilotin Wally Funk ist damit der älteste Mensch, der je ins All geflogen ist - der 18-jährige Oliver Daemen der jüngste. Daemens Vater, der niederländische Investment-Banker Joes Daemen, hatte bei der Auktion für den vierten Platz an Bord der New Shepard im Juni mitgemacht, war aber überboten worden. Der Sieger der Auktion, der 28 Millionen Dollar geboten hatte und zunächst weiter anonym bleiben wollte, könne wegen eines "Terminkonflikts" diesmal nicht dabei sein und werde zu einem späteren Zeitpunkt starten, hieß es von Blue Origin. Wie viel Geld Daemen nun für den Flug gezahlt hat, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Richard Branson war bereits erfolgreich

Bereits vor rund zehn Tagen hatte mit Branson bereits ein anderer Milliardär mit seinem eigenen Raumschiff einen Kurzausflug ins All unternommen. Die VSS Unity seiner Firma Virgin Galactic stieg am 11. Juli im US-Bundesstaat New Mexico auf eine Höhe von etwa 86 Kilometern auf. Unter Experten ist es damit strittig, ob Branson tatsächlich im Weltraum war: Der Internationale Luftfahrtverband (FAI) und viele andere Experten sehen zwar 100 Kilometer über der Erde als Grenze zum Weltraum an, es gibt jedoch keine verbindliche internationale Regelung.

Die Milliardäre erhoffen sich neben der Erfüllung eigener Träume auch einen Einstieg in das Geschäft mit dem Weltraumtourismus. Kritiker werfen ihnen vor, ohne Rücksicht auf das Klima und weitgehend ohne wissenschaftliche Forschungsinteressen sehr viel Geld zu verschwenden. Für Jeff Bezos und sein Raumfahrtunternehmen Blue Origin war das jedoch erst der Anfang. Noch in diesem Jahr ist mindestens ein weiterer Flug im September oder Oktober geplant.

Mit Material der dpa

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