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Die Beschwerden steigen: Warum Telekom & Co. wieder vermehrt versuchen, Verträge an der Haustür zu verkaufen

·Lesedauer: 2 Min.

Die Geschäfte und Restaurants sind geschlossen, die Menschen arbeiten und Leben zu Hause – so sieht der Alltag während der Corona-Pandemie für viele aus. Einige Unternehmen nutzen das für sich und vermarkten ihre Angebote wieder zunehmend an der Haustür. Doch das kommt nicht bei allen gut an, wie der „Spiegel“ berichtet.

Früher waren solche Verkäufer als Drücker bekannt, die Zeitungsabos an der Tür verkaufen wollten. Heute sind es vor allem Telekommunikationsunternehmen, die klingeln. Doch die Vertreter selbst sind oft nicht direkte Angestellte der Unternehmen, sondern arbeiten für eine Firma, die sich Ranger nennt.

Ranger ist ein in Düsseldorf sitzendes Unternehmen, das auf Direktmarketing spezialisiert ist. Die Strategie: Es wird geklingelt, freundlich begrüßt und dann geschwatzt. Dabei wird meist so lange geredet, dass es schwer wird, die freundlich wirkenden Verkäufer wieder loszuwerden. Die meisten Bürger halten Haustürgeschäfte für aufdringlich, vor allem weil die Verkäufer bei ihren Vermarktungen nicht immer behutsam sind. 98 Prozent von 1.000 Befragten lehnen Haustürgeschäfte ab. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen Ende 2020.

Telekom & Co. wollen trotzdem weiterhin „Service und Beratung vor Ort gewährleisten und unter anderem auch damit zu einem funktionierenden Homeoffice beitragen“, sagte Telekom-Sprecher Georg von Wagner. Besonders der Magenta-Konzern und Konkurrent Vodafone verfolgen eine aufdringliche Strategie. Das konnten auch die Verbraucherzentralen beobachten. Bei ihnen gehen zunehmend Beschwerden über die unangekündigten Hausbesuche ein.

Ebenfalls registrierten die Verbraucherzentralen, dass Verträge oft nicht so leicht zu widerrufen seien, trotz des 14-tägigen Widerrufsrechts. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen fordert deshalb, die Widerrufsfrist auf 30 Tage zu verlängern und Hausbesuche ohne vorherige Einwilligung seitens der Bewohner komplett zu untersagen. Doch dieser Forderung wird vorerst nicht nachgegangen. In einer Stellungnahme des Bundesverbandes Direktvertrieb Deutschland heißt es, eine solche Regelung würde „alle seriösen Direktvertriebsunternehmen“ diskreditieren. Bislang sind keine Verbote oder Beschränkungen von Haustürgeschäften in Gesetzesvorhaben der Bundesregierung vorgesehen.

jk

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