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Berliner Start-up Mambu gilt nun offiziell als Einhorn

·Lesedauer: 2 Min.

Mambu vertreibt Banking-Software an klassische Geldhäuser und Fintechs. Mit der jüngsten Finanzierungsrunde ist nun ein neuer Meilenstein erreicht.

Erfolgreicher Jahresstart für Mambu: Das Berliner Fintech sammelte in der jüngsten Kapitalrunde 110 Millionen Euro ein, sodass die Bewertung des Start-ups auf 1,7 Milliarden Euro steigt. So rückt Mambu in die Gruppe der sogenannten „Einhörner“ auf, deren Bewertung eine Milliarde Euro übersteigt. Dazu gehören in Deutschland beispielsweise auch die Smartphonebank N26 und Deposit Solutions.

Für die neue Kapitalrunde konnte Mambu mit TCV einen der weltgrößten Tech-Investoren gewinnen, der auch an Revolut, Klarna, Netflix und Airbnb beteiligt ist. Zudem engagierten sich Tiger Global, Arena Holding, FT Partners sowie die bestehenden Investoren Bessemer Venture Partners, Runa Capital sowie Acton Capital.

Nach Einschätzung von Peter Barkow, Chef des Analysehauses Barkow Consulting, ist die Finanzierungsrunde die zweitgrößte in Deutschland in den letzten zwölf Monaten. Nur der Kreditmarktplatz Auxmoney sammelte mit 150 Millionen Euro mehr Geld ein.

Mambu bietet mit dem Vertrieb von Banking-Software Dienstleistungen an, die sich primär an Banken und Fintechs richten, nicht an Privatkunden. Aktuell zählt das Start-up 170 Kunden in mehr als 50 Ländern, die mit ihren Finanzprodukten 20 Millionen Endkunden erreichen.

„Wir sind in einem Stadium raschen Wachstums und wollen das Geld für die weitere geografische Expansion und den Ausbau der Plattform nutzen“, sagte der Firmengründer Eugene Danilkis dem Handelsblatt. Die Mitarbeiterzahl soll sich bis 2022 auf rund 1000 verdoppeln. Derzeit sind von den 500 Mitarbeitern rund 40 in Deutschland tätig.

Profit durch Transformation der Branche

Mambu ermöglicht es Kunden über sein Software-as-a-Service-System, Bankdienstleistungen vom Zahlungsverkehr bis zum Kredit über das Internet anzubieten. Dazu können Kunden über Schnittstellen (API) auf Dienstleistungen des Fintech-Ökosystems von Mambu zurückgreifen. „Mambu war eines der ersten Unternehmen, die die Chance nutzten, Bankensoftware in die Cloud zu verlagern“, lobt John Doran, General Partner bei TCV.

Daraus entwickelte sich ein Multimilliarden-Markt. Zu den Kunden zählen beispielsweise ABN Amro und Santander. In Deutschland greifen N26 und die Bank des Vergleichsportals Check24, C24 Bank, auf entsprechende Dienstleistungen zurück.

Lange Zeit spielte die Technologie der Kreditinstitute kaum eine Rolle. Die Erwartungen der Kunden an die Bank waren gering. In den vergangenen fünf Jahren habe sich das grundlegend geändert, sagt Danilkis. „Fintechs und Internetkonzerne wie Amazon, Apple oder Google greifen Banken an. Sie müssen sich in Zeiten der Digitalisierung im Tempo eines Technologieunternehmens wandeln, um den Kundenbedürfnissen gerecht zu werden.“ Die eigene Konkurrenz sieht Danilkis eher in Unternehmen, die klassische Bankensoftware anbieten, etwa SAP, Oracle oder Temenos.