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Reiseplattform FromAtoB stellt Betrieb ein – Verband sieht Schuld bei Staatsbahnen

Fockenbrock, Dieter
·Lesedauer: 1 Min.

Mit FromAtoB muss ein weiteres Reise-Start-up aufgeben. Schuld daran ist nicht nur die Pandemie, sondern auch die staatliche Konkurrenz, warnen Experten.

Unabhängigen Ticketverkäufern fehlen die Echtzeitdaten staatlicher Eisenbahnen. Foto: dpa
Unabhängigen Ticketverkäufern fehlen die Echtzeitdaten staatlicher Eisenbahnen. Foto: dpa

Nach zwölf Jahren gibt das Start-up FromAtoB auf. Buchungen sind laut einer Mitteilung auf der Website der Reiseplattform nicht mehr möglich. Grund seien die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie.

„Dieses Jahr war für viele Menschen ein hartes Jahr. Niemand konnte wirklich vorhersehen, welchen Einfluss diese Pandemie auf das persönliche Leben oder die Wirtschaft haben würde. Nachdem wir monatelang hart gearbeitet und auf bessere Zeiten gehofft haben, müssen wir zugeben, dass sich die Reisebranche immer noch nicht erholt hat,“ heißt es weiter.

Der europäische Branchenverband Allrail macht dagegen die Staatseisenbahnen in Europa für das Ende dieser „unabhängigen Reiseplattform“ verantwortlich. Die Eisenbahngesellschaften würden den Plattformen keine Echtzeitdaten zur Verfügung stellen. Darüber hatten sich FromAtoB und andere Anbieter wie Omio bei der EU-Wettbewerbskommission beschwert.

Allrail-Präsident Erich Forster warnt: „Die Europäische Union und nationale Stakeholder müssen handeln, bevor der unabhängige Ticketmarkt komplett zerstört ist.“

FromAtoB ist seit zwei Jahren eine Tochtergesellschaft der Autobahn-Servicegesellschaft Tank & Rast. Die hatte das Startup schon einmal vor zwei Jahren vor dem Aus bewahrt, nachdem eine Finanzierungsrunde geplatzt war.

Das Unternehmen war einst von Veit Blumschein, Daniel Holte und Johannes Grassmann als Vergleichsplattform für verschiedene Verkehrsmittel gegründet worden, und vermittelte zuletzt Tickets für Bahn, Bus und Flugzeug, sowie Mitfahrgelegenheiten. Geschäftsführer war zuletzt Gunnar Berning.

Die Reiseplattform war im Gegensatz zu Konkurrenten wie Omio (GoEuro) vergleichsweise unterfinanziert. Während Omio mehrere Hundert Millionen Euro Kapital eingesammelt hat, bekam FromAtoB nur einen zweistelligen Millionenbetrag zusammen.