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Berliner Coworking-Pionier Betahaus meldet Insolvenz an

·Lesedauer: 2 Min.
Der Coworking-Space vom Betahaus am Standort Berlin-Neukölln.
Der Coworking-Space vom Betahaus am Standort Berlin-Neukölln.

Das Berliner Betahaus öffnete im Frühjahr 2009 seine Türen – eines der ersten Coworking Spaces in Deutschland überhaupt und eine Institution in der Berliner Startupszene. Nun hat die Betahaus GmbH Insolvenz beantragt, wie Gründerszene exklusiv erfahren hat. Das Berliner Insolvenzgericht Charlottenburg eröffnete in der vergangenen Woche das Verfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

Wenig überraschend nennt Betahaus-Mitgründerin Madeleine Gummer von Mohl die Corona-Pandemie als Grund für diese Entscheidung. Das Coworking Space solle jedoch weiterhin bestehen bleiben, betont sie – der Schritt in die Insolvenz diene vor allem dazu, den Standort in Neukölln abzuwickeln.

Zweiter Berliner Standort häufte Schulden an

Diese Räumlichkeiten hatte die Firma zusätzlich zum Hauptstandort in Kreuzberg erst im Jahr 2019 eröffnet. Wie die meisten Coworking Spaces erzielt auch das Betahaus einen erheblichen Teil seiner Umsätze durch Events. Rund 40 Prozent seien das in der Vergangenheit gewesen, so die Gründerin. Diese Einnahmen seien seit März 2020 allesamt weggebrochen. Auch in einem Blogpost aus der vergangenen Woche berichtet das Gründerteam von den Problemen rund um das Neuköllner Haus. Der Standort habe erhebliche Schulden angesammelt, die das Team nicht mehr habe abbezahlen können. Man habe deshalb „schmerzhafte Entscheidung getroffen, das Berliner Geschäft zu restrukturieren“. Das Wort Insolvenz fällt indes nicht.

Der Antrag ist laut Insolvenzregister bereits Ende Juni beim Gericht in Charlottenburg eingegangen, am 1. September wurde das Verfahren nun offiziell eröffnet. In Kürze wollen die verbliebenen drei Betahaus-Gründer einen Insolvenzplan vorlegen und hoffen so, bis Ende des Jahres das Insolvenzverfahren abgeschlossen zu haben. Das gelänge dann, wenn sich das Team mit den Gläubigern auf die Höhe des Schuldenanteils einigen kann, den es zurückzahlen kann.

Anders als Coworking-Ketten wie Wework oder die Factory hatte das Betahaus bislang keine großen Investoren im Rücken. Eigentlich immer etwas, auf das das Gründerteam stolz gewesen ist und mit dem sich das Betahaus von Wework und Co. unterscheiden wollte. Doch während die großen Ketten sich durch die Pandemie retten konnten, sei das Betahaus „ohne Puffer in die Corona-Krise gerauscht“, so Gründerin Gummer von Mohl. Für die Zeit nach der Insolvenz wolle die Firma deshalb nun eine kleine Family&Friends-Runde einsammeln. In der Zukunft wollen Gummer von Mohl und ihre Mitgründer das Risiko weiter minimieren: Neue Coworking Spaces möchte man etwa nur noch gemeinsam mit Immobilienpartnern eröffnen.

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