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Berliner Bank N26 schwenkt vor möglichem IPO auf Bezahlstrategie

Stephan Kahl
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Auf dem Weg zu einem möglichen Börsengang plant die Berliner Smartphone-Bank N26 GmbH, mehr Kunden zur Nutzung bezahlter Konto-Modelle zu bewegen. Bislang überwiegen kostenlose Angebote deutlich, mit denen sich kaum Geld verdienen lässt.

“Wir wollen mittelfristig den Anteil der Bezahlkonten in allen Märkten auf 30% und darüber hinaus erhöhen”, sagte Georg Hauer, Deutschlandchef von N26, in einem Interview mit Bloomberg. “In einigen Märkten erreichen wir das schon heute, in Deutschland liegen wir aktuell bei etwa 20%.”

Den Sprung in den Massenmarkt für Gebühren-Konten will N26 mit einem dritten Bezahlkonto-Modell erreichen, dass am heutigen Dienstag vorgestellt wurde. Es liegt mit 4,90 Euro pro Monat preislich unter den beiden bisherigen Premiumangeboten, beinhaltet aber mehr Funktionen als das Gratis-Konto.

Laut Hauer ist es Ziel des Unternehmens, die Umsätze zu erhöhen. Die Einnahmen sollen dann dazu genutzt werden, um in neue Produkte zu investieren. “Als Gesamtunternehmen schreiben wir noch keine Gewinne, doch auf Kundenebene ist das bereits der Fall”, sagte der ehemalige Uber-Manager.

Durchwachsene Expansion

Bloomberg hatte vor kurzem berichtet, dass N26 für das nächste Jahr eine weitere Finanzierungsrunde erwägt. Dabei strebe das Unternehmen eine Bewertung von mehr als 3,5 Milliarden Dollar an. Es könne die letzte Finanzierungsrunde vor einem bereits 2022 möglichen Börsengang sein, hieß es.

”Mit dem neuen Konto wollen wir um Neukunden werben, die schon heute bei ihrer Filialbank zahlen müssen, aber bessere digitale Angebote wünschen”, sagte Hauer. Im Vergleich zum kostenlosen Konto sind beispielsweise Gemeinschaftskonten, mehr Abhebungen ohne Gebühren und telefonischer Support möglich. Hauer: “Dafür verzichten wir auf Versicherungen, damit wir das Konto günstiger anbieten können”. Das Gratis-Konto werde auch weiterhin bestehen und wichtiger Teil der Strategie bleiben.

Bis heute hat N26 insgesamt fast 800 Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt und ist damit eines der am höchsten bewerteten nicht-börsennotierten Fintech-Unternehmen Europas.

Die internationale Expansion von N26 war zuletzt durchwachsen verlaufen. Im Januar gab die Bank bekannt, in den ersten fünf Monaten auf dem US-Markt 250.000 Nutzer gewonnen zu haben, was dazu beitrug, die weltweite Kundenzahl auf über fünf Millionen zu steigern. Einen Monat später kündigte das Unternehmen jedoch an, seine Aktivitäten in Großbritannien einzustellen.

(Ergänzt um Konto-Details im 6. Absatz)

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