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Berlin und Paris wollen EU-Initiative für Ende von Kükentöten

BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland und Frankreich wollen sich auch auf EU-Ebene für einen Ausstieg aus dem umstrittenen Massentöten männlicher Küken stark machen. Dies solle unter anderem in der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ab Juli vorangebracht werden, sagte Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) am Montag am Rande einer Konferenz mit ihrem Amtskollegen Didier Guillaume in Berlin. Beide Länder haben bereits als gemeinsames Ziel genannt, bis Ende 2021 aus der Praxis auszusteigen. Klöckner sagte, dafür sollten Zwischenetappen festgelegt werden, die auch zu überprüfen seien.

In Deutschland ist das Kükentöten in der Legehennenzucht nur noch für eine Übergangszeit zulässig, wie das Bundesverwaltungsgericht 2019 entschieden hatte. Die Praxis darf aber vorerst weitergehen, bis den Brutbetrieben praxisreife Verfahren zur Geschlechtsbestimmung schon im Ei zur Verfügung stehen. Männliche Küken schlüpfen dann gar nicht erst. Bisher werden allein in Deutschland jährlich rund 45 Millionen männliche Küken getötet, da sie keine Eier legen und nicht so viel Fleisch ansetzen.