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Berkshire-Hathaway-Aktie: Besser als ein Fonds und ein ETF zugleich!

Caio Reimertshofer, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Warren Buffett und seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) haben gewissermaßen bereits einen Kultstatus. Einerseits bedingt durch die atemberaubenden Renditen, die für frühe Aktionäre im Laufe der Jahre erzielt werden konnten. Andererseits spricht eine Vielzahl anderer Argumente für das Konglomerat von Warren Buffett.

Auf ein paar dieser Punkte möchten wir uns konzentrieren und gleichzeitig plausibilisieren, weshalb eine Investition in Berkshire Hathaway möglicherweise sogar besser sein könnte als in einen aktiv gemanagten Fonds oder einen ETF. Das mag im ersten Moment etwas unorthodox klingen, macht allerdings für mich bei genauerer Betrachtung durchaus Sinn.

Topmanagement

Wenn man von Management spricht, erschließt sich bereits, weshalb ein ETF das Nachsehen haben könnte. Immerhin bildet ein ETF nur einen bestimmten Index nach und verfolgt diesen stur. Die Vorteile eines ETF bestehen vielmehr in der niedrigeren Kostenstruktur und in der Tatsache, dass viele Fondsmanager den Markt underperformen und daher gegenüber einem ETF das Nachsehen haben.

Es gibt natürlich aktiv gemanagte Fonds, die so gut sind, dass sie langfristig im Stande sind, den Markt zu schlagen. Üblicherweise lässt sich das Management dafür aber reichlich entlohnen, weshalb der Privatanleger dann eine niedrigere Rendite aufgrund von höheren Jahresgebühren oder Performance Fees hat.

Bei Berkshire Hathaway ist ein Topmanagement zugange, das in der Vergangenheit erfolgreich Milliardenbeträge erwirtschaftet hat und diese nach wie vor verwaltet. Die Rede ist dabei von Warren Buffett und seiner rechten Hand Charlie Munger.

Investmentphilosophie

Die Sorge, dass beide Ikonen mittelfristig aus dem Unternehmen ausscheiden könnten, ist durchaus berechtigt. Damit könnte sich die Investitionsthese vieler Berkshire-Hathaway-Aktionäre schlagartig ändern. Doch ich gehe stark davon aus, dass Warren Buffetts Schützlinge Ted Weschler und Todd Combs dann das Ruder möglicherweise übernehmen könnten.

Bei beiden gehe ich davon aus, sich die Investmentphilosophie von Warren Buffett einverleibt zu haben. Möglicherweise mit einem etwas moderneren Touch, da es wohl Ted oder Todd waren, die Investitionen in Apple oder Amazon vorangetrieben haben. Unternehmen, die für Warren Buffett vermutlich nicht selbst infrage gekommen wären, obwohl Buffett Apple mittlerweile zu lieben scheint.

Daher glaube ich daran, dass Berkshire Hathaway so oder so auch weiterhin großartige Unternehmen zu einem fairen Preis kaufen wird. Dabei denke ich auch, dass der Sicherheitsaspekt von Warren Buffett nicht verloren gehen wird. Dieser zeigt sich beispielsweise auch während der Coronakrise, wo Warren Buffett sogar Aktien verkauft, anstatt sie zu kaufen.

Berkshire Hathaway schlägt den Markt

Langfristig gesehen hat Berkshire Hathaway Märkte wie den MSCI World oder den Dow Jones deutlich geschlagen. Das tut Berkshire Hathaway und sein Topmanagement sogar ohne einen Cent Gebühren dafür zu nehmen. Hier wird auch deutlich, weshalb Berkshire Hathaway deutlich besser sein könnte als die meisten Fonds oder ETFs.

Das Management sucht Topunternehmen, die von alleine weiterlaufen. Man ist nicht daran interessiert, Scherben aufzukaufen und dann aufwendige Restrukturierungen durchzuführen. Lieber wartet man einfach, bis sich großartige Value-Chancen ergeben, und schlägt dann zu. Diese Anlagephilosophie hat das Konglomerat von Warren Buffett so erfolgreich gemacht und wird es vermutlich in Zukunft auch tun.

Zwar fallen starke Wertsteigerungen von einzelnen Depotpositionen bei der Marktkapitalisierung von Berkshire Hathaway wenig ins Gewicht, was Wachstum nur bedingt ermöglicht. Aber die Beteiligungsgesellschaft ist eine wahre Gelddruckmaschine und sollte so auch zukünftig ordentlich Pulver haben, um großartige Chancen am Markt wahrzunehmen.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien). John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Apple und Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon, Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Put auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short June 2020 $205 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

Motley Fool Deutschland 2020